Archiv für die Kategorie ‘Geocaching’

Die Haard mal wieder

Freitag, 14. Mai 2010

Am letzten Sonntag waren wir mal wieder in der Haard. Diesmal standen gleich zwei Caches auf dem Plan, die wir vor und nach dem angekündigten Kohleziehen am Holzkohlenmeiler machen wollten. Also begaben wir uns am frühen Nachmittag – diesmal leider ohne Anja – nach Flaesheim.

Unser erster Cache sollte der Rennberg-Cache werden. Wir gingen allerdings mit gemischten Gefühlen an diesen Cache, da wir am letzten Wochenende von Rumpel74 gehört hatten, dass sie die Station 9 trotz einstündiger Suche nicht finden konnte.

Aber entgegen unserer Erwartungen erwies sich der Rennberg-Cache als einer der einfachsten dampfjojo-Caches die wir bisher in der Haard gemacht haben.

Alle Stationen konnten wir binnen weniger Sekunden finden und kamen so für die 4,5km lange Strecke mit rekordverdächtigen 2 1/2 Stunden aus. Trotzdem ist der Cache ein echtes Highlight.

Die Wahl der Wege verläuft wieder weit weg von den meisten Muggel-Strecken und zwischenzeitlich hat man die Gelegenheit den Feuerwachturm auf dem Rennberg zu erklimmen. Bedauerlicherweise war die obere Plattform abgeschlossen. Trotzdem ist der Blick den Aufstieg wert. Man kann von hier oben weit hinaus über die Haard blicken. Leider war das Wetter etwas diesig.

Nach dem Rennberg-Cache holten wir uns erstmal ein paar Grillwürstchen am Holzkohlenmeiler. Dort sollte um 21 Uhr die Holzkohle gezogen werden. Der große Holzkohlenmeiler war allerdings noch viel zu heiß, als dass er hätte abgestochen werden können. Wie sagte uns einer der Köhler: “Wann die Kohle fertig ist bestimmt einzig der Meiler”.

Wir waren aber nicht umsonst gekommen, denn stattdessen wurde der kleine Demonstrationsmeiler geöffnet. Hier konnten wir verfolgen, was im Lauf der Woche auch noch mit dem großen Meiler geschehen würde. Es ist schon sehr interessant ein Handwerk zu sehen, das in seiner ursprünglichen Art inzwischen so gut wie ausgestorben ist.

Die industriell erzeugte Holzkohle wird heute ganz ähnlich wie in Meilern in gemauerten Meileröfen, die eine leichtere, vollständigere Gewinnung der Nebenprodukte gestatten, gewonnen. Allerdings ist laut dem Köhler die Ausbeute geringer und die Qualität der Kohle ist nicht im Ansatz so gut.

Schließlich brachen wir nach Einbruch der Dunkelheit noch zu unserem zweiten Cache auf: Flaesheim Colour Coded Night Cache. Es war für Guido, Dana und mich der erste Nachtcache. Die schöne Runde führte uns auch wieder über den Dachsberg und endete keine 300m vom Meilerplatz entfernt. Auch für diese Runde benötigten wir erstaunlich wenig Zeit.

Die Koordinaten der einzelnen Stationen waren vorgegeben und die Reflektoren schnell gefunden. Da wir an keiner Stelle durchs Gebüsch stapfen mussten war diese Runde leider schneller zu Ende als wir dachten.

Daher entschieden wir uns noch zum Meilerplatz zurück zu laufen und uns noch ein wenig gemütlich an das Lagerfeuer zu setzen. Es war eine sehr gesellige Runde und der ideale Ausklang für diesen schönen Nachmittag beziehungsweise Abend.

Nur die Klamotten mussten danach direkt in die Wäsche oder eine Woche lang auslüften.

Dana & Jens

Achso… wir wollen euch auch das Panorama vom Feuerwachturm nicht vorenthalten.

Bitteschön:

Holzkohlenmeiler

Samstag, 01. Mai 2010

Heute waren wir am Meilerplatz in der Haard bei Flaesheim. Traditionell wird hier am 1. Mai mit dem Spruch “Gut Brand” die nächste Saison am Holzkohlenmeiler in der Haard eröffnet. In den nächsten Wochen entsteht hier durch den Köhler Hermann Hohmann aus Holz Kohle.

Nachdem um 13 Uhr der Meiler angezündet war und wir uns mit Bratwürstchen gestärkt hatten, haben wir es uns natürlich nicht nehmen lassen (… wenn wir schon mal hier sind) einen Geocache zu heben.

Diesmal war es der Dachsberg-Cache – ebenfalls ein “dampfjojo”-Cache, wie die drei die wir zuvor in der Haard gesucht und gefunden haben. Leider habe ich diesmal meine Kamera (bewusst) zu Hause gelassen. Allein der Ausblick vom 128m hohen Dachsberg in Richtung Flaesheim wäre ein Foto wert gewesen.

Die Stationen waren allesamt leicht, da keine der Koordinaten berechnet werden mussten. Nur an Station 7 gab es seit Beginn dieses Caches immer wieder Querelen. Wir haben den Cache mit einer halb gelösten Station 7 auch finden können. Trotzdem habe ich die Ownerin mal angeschrieben, was wir denn dort jetzt hätten finden können. Ich bin gespannt…

Nachtrag: Wir haben an der richtigen Stelle gründlich gesucht und nichts gefunden. Die Ownerin wird die Stelle die Tage einmal kontrollieren.

Unterwegs überholte uns eine Gruppe Geocacher, die wir dann später auch am Final wieder trafen. Die Gruppe war sich aber offensichtlich nicht sicher an welcher Stelle sie denn jetzt die Dose suchen sollten, suchten an der richtigen Stelle nur halbherzig und zogen dann von dannen. Wir ließen sie gewähren und fanden dann ziemlich schnell dank Jenny den Cache.

Später entdeckten wir die Truppe, wie sie an einer völlig falschen Stelle nach dem Cache suchte. Es hat sich aber keiner von getraut uns zu Fragen und sie gaben dann auf. Schade eigentlich …

Auf dem Rückweg zum Auto trafen wir noch eine große Cacherin und ihre zwei kleinen Cacher, die uns ganz am Anfang des Dachsberg-Caches angesprochen hatte, weil wir mit dem Navi nicht gerade unauffällig waren. Sie wollte mit ihren beiden Jungs den Rennberg-Cache machen. Leider hatte sie nicht so viel Erfolg wie wir und musste an Station 9 von 10 abbrechen. Sie steckte uns allerdings, dass auf unserem Heimweg noch ein Mikro-Cache zu heben wäre, der von ihren beiden Jungs gelegt worden war: “Rot oder Blau”. Den haben wir dann natürlich noch schnell mitgenommen.

Einmal Südsee und zurück

Samstag, 24. April 2010

… das ist der Titel eines gleichnamigen Geocaches, den wir zusammen mit frognfox und WilliundMaja schon am 17. April versucht hatten und dabei dann an Station 4 ein Brett vor dem Kopf hatten. Am letzten Samstag hatten wir dann versucht auf gut Glück zur Südsee zu gelangen und dort vielleicht noch eine Station zu finden. Wir gaben aber an der vermeintlich falsch geratenen Station 14 auf.

Heute lief aber alles besser und wir konnten ohne Probleme bis zur Station 14 vordringen. Dort stellten wir fest, dass wir an diesem Ort bereits am letzten Samstag gewesen waren und auch vergeblich gesucht hatten. Nach erneuter erfolgloser Suche riefen wir den Owner, dessen Rufnummer wir uns für alle Fälle besorgt hatten an und stellten mit ihm zusammen fest, dass die Station 14 zerstört war. Wir konnten die Station aber rekonstruieren.

Der Rest der Runde ging dann schneller als uns eigentlich lieb war, denn damit war dieser typische “dampfjojo”-Cache abrupt zu Ende. Wir freuen uns auf jeden Fall schon auf den nächsten “dampfjojo”-Cache und es gibt ja Gott sei Dank noch ein paar in der Haard, die wir noch nicht gemacht haben.

Wir haben von den beiden Wochenenden noch ein paar Impressionen mitgebracht und hier angefügt. Viel Spaß…

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Achso … und einen Spoiler vom Final haben wir auch noch. Wenn ihr das folgende Panorama seht, seit ihr am Ziel :-D

Haard-Caching mal hart…

Dienstag, 20. April 2010

Sonntag haben wir uns wieder zum Geocachen in der Haard verabredet. Diesmal waren wir zusammen mit Team frogandfox und Team MajaundWilli unterwegs zu “Einmal Südsee und zurück” (GC104EB) unterwegs. Bei strahlenstem Sonnenschein waren die Stationen 1-4 (von 16) ziemlich schnell gefunden.

An Station 4 hatten wir dann aber echte Probleme. Der Hinweis wollte uns einfach nicht einleuchten. So stocherten wir ein wenig im trüben und probierten eine Möglichkeit nach der anderen, die uns in den Sinn kam aus. Das bedeutet natürlich, dass wir zu jeder berechneten Koordinate erst einmal hinlaufen mussten und dort auch zumindest halbwegs gründlich suchen mussten. Leider alles ohne Erfolg.

Die zweite Idee bestand dann darin die Station 6 zu “erraten” indem wir alle möglichen Positionen abliefen. Das war allerdings auch nicht von Erfolg gekrönt, weil sich herausstellte, dass – zufällig oder nicht – die meisten der möglichen Fundorte am Wegesrand lagen und damit ziemlich wahrscheinlich waren. Deswegen suchten wir etwas halbherzig und fanden natürlich auch an keiner dieser Positionen den Hinweis.

Was nun? Wir entschieden uns zumindest zur “Südsee” zu laufen und den See einmal in Augenschein zu nehmen. Dort entdeckten wir, dass wir möglicherweise die Stationen 11-14 machen konnten. Aber auch der Versuch endete in einem Misserfolg. Die vermeintlichen Stationen 11-13 führten uns zu Station 14, bei der wir lange, lange alle Blätten nach einem Hinweis untersuchten. Leider wieder ohne etwas zu finden, denn wahrscheinlich waren wir einfach am falschen Ort.

Ziemlich frustriert saßen wir nach 6.5 Stunden und 13.8 km wieder im Auto. Das wurmte uns so sehr, dass wir auf der Rückfahrt kaum ein Wort sagten. (OK… vielleicht lag es auch einfach daran, dass wir alle gut geschafft waren.)

Am Abend, als “Willi” dann unter der Dusche stand fuhr es ihm wie ein Blitz in den Kopf. Er hatte die Lösung und die Lösung war sooooo einfach. Sagen wir mal so: zumindest war damit unsere Stimmung für den Abend noch gerettet und es war klar, dass wir sehr schnell wieder in Richtung Haard fahren werden um den Cache (hoffentlich) zu finden.

Deswegen spare ich mir die Bilder jetzt hier und werde selbige dann nach unserem finalen Fund ins Blog stellen.

Jens

Die Geocaching-Saison ist eröffnet…

Montag, 12. April 2010

Am letzten Freitag haben wir zusammen mit Chris und Mel spontan beschlossen die Geocaching-Saison zu eröffnen. Als Ziel war mein Vorschlag in die Haard zu gehen und dort einen der ehemaligen dampfjojo-Caches zu machen. Die Geocaches von dampfjojo sind in der Gegend bekannt, da sich Jochen (aka dampfjojo) extrem viel Arbeit mit dem Erstellen der Multis gemacht hat. Die Multis sind alle zwischen 4km und 8km lang und haben zum Teil deutlich mehr als 10 Stationen. Jede Station ist mit viel Liebe gemacht und sehr genau eingemessen. Seit Kyrill gibt es auf Wunsch auch Trimm-Dich-Einlagen. Man kann die umgefallenen Bäume aber auch umlaufen [;)].

Also saßen wir allesamt am Samstag um 10 Uhr im Auto von Dortmund nach Flaesheim, südlich von Haltern am See. Kurz vor 11 waren wir am Parkplatz. Das Wetter war schön, wenn auch etwas kalt. Wir hatten uns unterwegs entschlossen den Finkenberg-Cache zu machen, da dieser offensichtlich von den meisten Cachen gut gefunden werden konnte. Ich glaube nichts ist schlimmer für einen Einsteiger, wie Mel, Chris und Dana, wenn gleich der erste Cache zum Frust wird weil man nichts finden kann.

Aber die ersten Stationen liefen wie am Schnürchen. Erst an Station 4 haben wir etwas länger gebraucht. Man muss halt auch mal um die Ecke denken. Aber dank Mel haben wir den Hinweis gefunden. Die Strecke geht die meiste Zeit über schöne Wander-, Reit- oder Wirtschaftswege und man muss eigentlich nie ins Gebüsch. Am Wegesrand findet man schonmal die eine oder andere Kuriosität.

Sehr schön fand ich auch, dass bei Station 8 (von 16) vom Owner eine Rast eingeplant war. Die Station 8 erreichten wir nach zwei Stunden und 4.5 km. Eine Bank mit Mülleimer und es war genau 13 Uhr. Also packten wir unseren Kaffee, die Brötchen und Minisalamis aus und machten erstmal eine halbe Stunde Pause.

Auch alle anderen Stationen ließen sich wunderbar finden. Sehr schön fanden wir auch die Station 15, “die Lieblingsstation aller Augenärzte”. Hier haben wir auch etwas gebraucht, aber Dana hatte hier den richtigen Riecher.

Überhaupt war es gut, dass wir die Mädels dabei hatten. Dana kontrollierte doch hier und da mal die Rechnungen und bewahrte uns so vor langen Fußmärschen in die falsche Richtung. Deswegen auch nochmal der Tipp: jede Rechnung dreifach kontrollieren.

An der letzten Station konnten wir dann auch wieder in Ruhe auf einer Bank alle Koordinaten zusammenrechnen und damit die finalen Koordinaten bestimmen. Neben der Bank war ein herrlicher Ameisenhaufen. Leider fand Mel das nicht so Lustig…

Der Final, der dann die Runde nach 9km komplettierte, war auch schnell gefunden. Insgesamt waren wir viereinhalb Stunden unterwegs. Punkt 16 Uhr waren wir wieder zurück in Dortmund, so dass wir die müden Glieder bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen wieder stärken konnten.

Wir sagen in diesem Sinne nochmal herzlichen Dank für den tollen Cache und stoßen zum Abschluss mit einem Glas Sekt an.

Mel, Chris, Dana und Jens

Geklaut

Mittwoch, 13. Mai 2009

Bei manchen Dingen bleibt einem ja echt die Spucke weg.

Timo und ich waren letzte Woche auf dem Rangierbahnhof Dortmund unterwegs um “Plaudis” Cache zu suchen und zu finden (siehe unten). Am Freitag erreichte mich dann eine Mail eines anderen Cachers, dass er die Dose nicht mehr finden konnte. Ich hab ihm dann den Tipp gegeben, dass die Dose genauso versteckt ist, wie der Hinweis an Station 3.

Als ich dann aber feststellen musste, dass “Plaudi” den Cache außer Betrieb genommen hatte, weil die Dose offensichtlich weg war, habe ich ein schlechtes Gewissen bekommen. Timo und ich waren nämlich die letzten beiden, die den Cache “lebend” gesehen haben. Also musste uns jemand beobachtet haben.

Aus diesem Grund habe ich mich mit Plaudi verabredet um den neuen Cache mit neuen Tauschgegenständen zu füttern. Als wir allerdings an der Stelle ankamen, wo sich mal der Cache befunden hatte, haben wir uns etwas sparsam angesehen – das Versteck war einfach weg. Und nicht nur das. Nebenan hatte das gleiche Versteck noch einmal gestanden – auch weg. Und dieses Dings in dem der Cache versteckt war, wiegt sicher einige hundert Kilo. Das einzige was noch zu sehen war, waren die Fundamente… nicht mal mehr eine Schraube war übrig.

Unglaublich…

Mal sehen, wie lange unter diesen Voraussetzungen das jetzige Versteck noch hält.

Dortmund Rbf

Donnerstag, 07. Mai 2009

Gestern Abend waren Timo und ich noch unterwegs auf der Suche nach einem Geocache der besonderen Art. Die Logs waren alle sehr positiv und die Beschreibung klang sehr verheißungsvoll:

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Die Halle hatte ein irres Ambiente.

Industrie- und Eisenbahnbrache pur bietet euch dieser Multi im Nordwesten Dortmunds. Der Güterbahnhof liegt schon seit einigen Jahren still. Die Gebäude stehen verlassen da, Lampen, Signale und Gleise sind nichts weiter als stumme Zeugen des einstigen Industriezeitalters (die Oberleitungen wurden im übrigen Opfer einer groß angelegten Kabelraubaktion). Kommt mit und begebt euch auf eine abenteuerliche Reise in die Vergangenheit.

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Timo ist seit gestern stolzer Besitzer einer Canon EOS 40D – hier kommt sie zum ersten Einsatz.

Und der Cache war wirklich ein Erlebnis. Wir hatte beide unsere Kamera dabei. Erste Station war eine Halle, in der wahrscheinlich früher mal die Wagen der Bahn instand gesetzt wurden. Die Halle ist rundherum voll mit Graffitis und strahlt bei schummerigem Licht eine ganz besondere Atmosphäre aus. Hier wird jedes Geräusch der am Glas schrammenden Bäume, der klappernden Fallrohre und der knirschenden Trägerkonstruktion zu einem eigenen Erlebnis.

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So schön kann Schrott sein. Das sind die Überreste einer elektrischen Schaltwand.

Also gut. Die erste Aufgabe: Tretet ein, seht euch großzügig um und findet den großen gelbgrünen Hinweis.

Gesagt, getan. Wir haben uns sehr gründlich und großzügig umgesehen. Und zwar nicht nur in der eigentlichen Halle, sondern auch im angrenzenden Bürogebäude. Im zweiten Geschoss fanden wir viele sehr interessante Graffitis. Allerdings blieb der Hinweis verborgen.

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Hier ist der Hinweis nicht…

Plötzlich hörten wir direkt unter den Fenstern des Raumes, in welchem wir uns gerade befanden, Geräusche, als ob da jemand mit einem Besen die Halle fegt.

Wer fegt bitte eine Industrieruine?

Wir begaben uns langsam und leise wieder ins Erdgeschoss. Plötzlich setzte das Fegen aus. Komisch …! Auf dem Weg zurück in die große Halle bekam ich dann fast einen Herzinfarkt. In einer Ecke hinter einer Tür stand plötzlich ein Typ um die 50, Besen in der Hand, Blaumann an.

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Auf diesem Foto ist der Hinweis aber drauf. Ich verrate nur nicht wo…

Wie sich heraus­stellte hatte er uns für die Bahnpolizei gehal­ten und war in Deckung gegan­gen. Das Versteck war aber eher ungeeignet…

In der großen Halle standen wir aber wieder vor dem großen Problem: “Wo bitte ist der Hinweis?”.

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Das ist alles, was von den Kupferkabeln in diesem Gebäude noch übrig geblieben ist.

Also studierten wir die Logs der anderen. Dort war immer wieder zu lesen “… gut, dass ich meine Lesebrille vergessen hatte!” oder “… der Hinweis war einfach schon zu groß!” oder “… wenn ich jetzt erzähle, dass ich beim ersten Versuch an Station 1 abgebrochen habe, lachen mich bestimmt jetzt alle aus!”. Im Nachhinein kann man diese Reaktionen durchaus verstehen. Aber wir haben auch über eine Stunde benötigt, um den Hinweis zu finden. Ich sag nur soviel: er war tatsächlich groß … und er war gemein!

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Solche Graffitis waren insbesondere im Bürogebäude an den Wänden.

Auf dem Weg zur 2. Station lief uns wieder der Typ mit dem Besen über den Weg. Wir hatten ihn schon für einen etwas verwirrten alten Mann gehalten, der hier früher mal gearbeitet hatte. Da lagen wir allerdings falsch.

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Aus einem Logeintrag war zu entnehmen, dass dieses Weichensteuergerät inzwischen eine Rarität darstellt und nur zweimal in Deutschland zu finden ist. Davon einmal hier in Dortmund.

Er und sein Kollege, der dann auch zu uns stieß, sammeln auf dem Gelände die Blechreste zusammen. Er erzählte uns dann auch, dass man ihn bereits 4 mal erwischt hat, dann aber nichts unternommen hat, weil er nur normales Blech auf dem Wagen hatte. Hätte er Kupfer dabei gehabt, wäre es zu einer Anzeige gekommen. “Na toll…” habe ich mir in dem Moment gedacht, “… dann ist die Bahnpolizei bestimmt gleich auch wieder da!”.

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So kann Industrie auch aussehen. Irgendwie hat Timo ein Augo dafür.

Also versuchten wir uns so freundlich wie möglich zu trennen. Aber die beiden fanden es wohl mal ganz interessant sich mit jemandem zu unterhalten. So schwenkte das Gespräch auf eine Diskussion über Navis.

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Eines der vielen Gebäude auf dem Gelände.

Immerhin habe ich aber noch herausbekommen, warum er den Besen dabei hatte: er hat sich die Zufahrt zu seinem Schrotthaufen scherbenfrei gekehrt, damit der den Schrott am folgenden Tag direkt auf dem Gelände mit dem Auto abholen kann. Kaum zu glauben, dass es Leute gibt, die diesen Aufwand für 60€ die Tonne betreiben.

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Gleise wohin das Auge reicht.

Die Station 2 haben wir dann (danach) schnell gefunden. Es ist einfach eine Schande, dass Randalierer das ganze Gelände so stark zerstört haben. Es gibt an keinem der Gebäude mehr eine ganze Glasscheibe. Aber immerhin sind die groben technischen Geräte in den Stellwerken noch halbwegs erhalten. So konnte Timo ein paar wirklich gelungene Nahaufnahmen machen.

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Das Dickicht war zum Teil so dicht, dass von den Gleisen nur noch eine Ahnung zurückblieb.

Das Gelände stellte sich als deutlich weitläufiger heraus, als zunächst angenommen. Bereits an Station 3 meinte Timo: “Jetzt geht es bestimmt wieder zurück?” – “Nein Timo, leider nicht.”. So langsam wurde es auch Zeit, denn die lange Suche nach der ersten Station und das Gespräch mit den beiden Schrottdieben hatte die Dämmerung und die Dunkelheit näher rücken lassen.

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Von oben sieht das Gelände gleich viel freundlicher aus. Wo gings hier nochmal nach Hause?

Klar… in der Beschreibung steht, dass man den Cache auch als Nachtcache machen kann. Aber irgendwie war mir nicht so danach. Nunja, eine starke Taschenlampe hatte ich ja dabei.

Station 4 war mithilfe der Aufgabe “Das Loch im Dach verrät euch die Cachekoordinaten.” schnell gefunden. Dort stellten wir erleichtert fest, dass der Multi-Cache als Runde konzipiert war, so dass die finalen Koordinaten nur einige hundert Meter von den Start-Koordinaten entfernt lagen. Das Versteck für die Dose war auch sehr nett. Durch die an jeder Station sehr genauen Koordinaten von Plaudi war aber auch diese Suche sehr schnell erfolgreich.

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Hier befand sich wohl mal eine Signalsteuerung. Leider wurde alles in seine Einzelteile zerlegt.

So konnten wir nach ca. 3 Stunden und insgesamt 6 km erfolgreich vermelden: wir haben ihn.

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Da ist fast noch Leben drin. Man kann sich richtig vorstellen, wie dies vor wenigen Jahren noch verwendet wurde.

Freundlicherweise hatte ein anderer Cacher einen Verwar­nungsgeld-Zettel mit in den Cache gelegt. Gut zu wissen: wären wir erwischt worden, wären wir um 35€ erleichtert worden. Das wäre es uns aber in jedem Fall wert gewesen. Der Cache kommt auf jeden Fall auf meine persönliche Highlight-Liste.

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Da war er endlich…

Abschließend sind wir dann noch ein leckeres Duckstein trinken ge­gangen.

Jetzt bleibt nur noch ein dickes Danke an den Owner Plaudi von

tonsturz (aka Timo) und jengardo (aka ich)

Impressionen vom Geocaching

Montag, 04. Mai 2009

Ich wollte einfach noch ein paar Bilder von Samstag nachreichen. Hier sind sie…

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Das Logbuch dieses Caches war schon sehr voll.
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Auf der Halde in Grevel kann man angeblich das Sauerland sehen.
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Der Inhalt des Caches war eher mau.
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Das Lanstroper Ei.
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Zeche Gneisenau.
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Manche Caches sind schlecht versteckt.

Jetzt bin ich total irre…

Mittwoch, 22. April 2009

Gestern Abend hatte ich eigentlich schon die Füße hochgelegt, als es mich noch einmal überkam. Also hab ich mir mein Notebook geschnappt und schnell noch ein paar Caches in der Nähe zusammengeklickt. Es war zu dem Zeitpunkt bereits halb 8. Also hieß das Motto: “5 Caches in 50 Minuten”.

Also auf’s Rad und entlang der Emscher ab nach Norden erstes Ziel war ein Cache in Schwieringhausen. Die Zeit: 20:05 Uhr. Und los gehts:

  1. Prinz #1#: Kurz umgesehen, zugegriffen und geloggt: 20:10 Uhr
  2. Herrenthey II: Die Stämme sind beendruckend. Was müssen das zu ihren besten Zeiten für Bäume gewesen sein. Auch das Versteck ist toll: wenig Muggel und viel Tarnung. Trotzdem nicht lange gesucht: 20:20 Uhr
  3. An der Geisterbahn II: schnell gefunden, UPB*)  sei Dank: 20:30 Uhr
  4. An der Geisterbahn I: mit dem Hintergedanken, dass es sich um einen Micro handelt, konnte ich den Cache schnell finden: 20:40 Uhr
  5. Herrenthey I – on the waterfront: auch diesen zum Schluss noch schnell gefunden: 20:50 Uhr

*) da musst du das Buch von Berhard Hoecker lesen und ein bisschen ableiten, denn bei Bernhard Hoecker heißen die Dinger UPS.

Dann habe ich beim letzten Cache der Feuerwehr noch ein bisschen bei einer Übung zugesehen und bin anschließend nach Hause geradelt. Ein bisschen Pech hatte ich dann allerdings noch. Auf dem Rückweg nach Huckarde fiel meine Fahrradbeleuchtung aus. Im Dunkeln an dem Emscher lang: besch…en!

Jens

Das Fahrrad ausgepackt…

Sonntag, 19. April 2009

Ich habe letzte Woche mal meinen inneren Schweinehund bezwungen und bin wieder mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren. Eigentlich ist das keine nennenswerte Strecke (7,5km). Aber wenn man morgens schon nicht aus dem Bett kommt … – ihr kennt das ja.

Auf jeden Fall habe ich mir für heute dann mal eine kleine Runde durch den Dortmunder Nordwesten und Teile von Castrop zusammengeklickt und habe diese kleine Strecke mit dem Rad gedreht. Auf dieser Runde lagen dann auch, wie soll es anders sein ein paar kleine Caches. Und weil ich heute mal die Kamera dabei hatte, gibt es auch was zu gucken.

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Der schönste Cache, den ich bisher gehoben habe.

Zuerst bin ich durch den Rahmer Wald in Richtung Norden, immer parallel zur S-Bahn-Strecke bis nach Mengede geradelt. Dort im Industriegebiet, genau gegenüber des Hagebau-Baummarktes lag der erste Cache versteckt.  Hier habe ich, wie an allen anderen Stationen ein Foto geschossen. Da dies allerdings nur Industriegebiet zeigte, habe ich das Foto mal weg gelassen. Den Cache zu finden war eigentlich die schwierigste Aufgabe von allen Caches, die dann noch folgen sollten. Der Owner des Caches hatte eine verdammt gute Lösung für das Problem “Wo verstecke ich einen Cache, wenn es keine Verstecke gibt?”, denn er baute sich sein Versteckt halt selbst. Zwischenzeitlich hielt ein PKW an. Der Fahrer grinste und meinte, dass er 6 mal herkommen musste, bis er das Versteck gefunden hätte. Das wirkte wie der nötige Ansporn den Cache sofort zu finden. Und ich hab ihn gefunden! (Wenn auch erst nach einer halben Stunde…)

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Dieser Cache war ziemlich schlecht zugänglich.

Von hier aus ging es am Kraftwerk vorbei Richtung Castrop. In einem kleinen Waldstück sollte der nächste Cache auf mich warten und ich fand das ungewöhnlichste und schönste Gefäß für einen Cache, das ich bislang gesehen habe. Da stand doch tatsächlich mitten im Wald ein Pilz. Ich wäre fast drauf getreten. Eine bessere Tarnung gibt es ja wohl kaum. Und der eigentliche Cache war in einer im Waldboden vergrabenen Röhre versteckt, dessen oberer Abschluss das besagte Gemüse darstellte. Herrlich…

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Die Dose war ganz schön voll. Also Elefanten-Clown gegen Mülltonnen-Anspitzer getauscht.

Cache Nummer drei erwartete mich ebenfalls noch auf Castroper Gebiet, allerdings schon südlich der A42. In den Waldgebieten dort lagen noch einige riesige Bäume zum Teil quer über kleine Bauläufe, so dass das ganze Gelände eher einem Sumpf als einem Wald glich. Der Cache an dieser Station war äußerst üppig bestückt und ich beschloss meinen mitgebrachten Elefanten-Clown gegen einen kleinen Anspitz-Mülleimer zu tauschen. Es war echt nicht leicht an diesen Cache heran zu kommen und das Fahrrad trotzdem noch in Sichtweite zu haben.

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Hier habe ich mir einen Fehltritt erlaubt und eine ungewollte Abkühlung meiner Füße bekommen.

Bei der Nummer vier dieses Tages hat es mich dann erwischt. Das erste mal ein Fehltritt. Um den Cache zu erreichen musste ich über einen kleinen Bachlauf steigen. Als ich das Fahrrad herüber heben will passiert es, ich rutsche ab. Um nicht ganz in den Bach zu klatschen setze ich den zweiten Fuß nach und stehe wie abgestellt und nicht mehr abgeholt mit beiden Füßen knöcheltief im Wasser. Das musste ich dann als willkommene Abkühlung hinnehmen. Trotzdem hat der Cache sehr viel Spaß gemacht, zumal hier offensichtlich schon länger niemand mehr durchgekommen ist. Stille ist machmal was unglaublich angenehmes.

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Ich finde Golf … – nein … aus … ich wollte doch nicht lästern!

Der letzte Cache dieses Tages führte mich auf den Golfplatz in Frohlinde. Irgendwie war das Timing für diesen Cache denkbar unglücklich. Es ist einfach unglaublich, wie viele Menschen dieser seltsamen Sportart fröhen?!? Oder machen die das nur, weil sie glauben … (nein, ich will jetzt nicht lästern). Der Bewegungsfreiraum um den Cache zu bergen war auf jeden Fall extrem klein. In der Beschreibung stand irgendwo etwas davon, dass der Cache auch für Kinder geeignet sei. Ich würde eher sagen, er ist nur für Kinder geeignet. Wenn man dann als erwachsener Mensch in nahezu perfekter Krabbelhaltung aus einem Busch gekrochen kommt und dabei von Joggern beobachtet wird … ich will eigentlich gar nicht wissen, was die in dem Moment gedacht haben.

Tja und von dort aus bin ich dann unter der A45 durch in den Rahmer Wald geradelt, hab mir dort noch in der Waldschänke ein leckeres Getränk gegönnt und bin anschließend nach Hause.