Nacht der Wissenschaftskultur

Hier kann man sehen, dass flüssiger Sauerstoff von einem Magneten angezogen wird.
Hier kann man sehen, dass flüssiger Sauerstoff von einem Magneten angezogen wird.

Freitagabend waren Chris, Dana und ich zur Nacht der Wissenschaftskultur in der Uni Duisburg. Das Motto lautete “Wissenschaft zum Anfassen”. Neben Vorträgen wurden auch Experimente, Laborbesichtigungen, Führungen, Bibliotheksveranstaltungen, Lesungen, Filmvorführungen, Musikdarbietungen, Theateraufführungen, Kunst und vieles mehr angeboten.

Besonders interessant fanden wir die Laborbesichtigungen die von den Physikern angeboten wurden. Im Labor für Nanomagnetismus wurden zum Beispiel flüssige Magnete hergestellt. An Supraleitern wurde gezeigt, dass Magnetismus nicht nur abstoßend oder anziehend wirken kann, sondern durch sein Feld auch beides gleichzeitig funktioniert. Als Beispiel war eine kleine Schwebebahn aufgebaut, die kurzerhand in eine H-Bahn umgebaut werden konnte.

Das bin ich, wie ich mein Wärmeabbild fotografiere.
Das bin ich, wie ich mein Wärmeabbild fotografiere.

In einem weiteren Labor wurde mit flüssigem Stickstoff flüssiger Sauerstoff hergestellt und an diesem gezeigt, dass flüssiger Sauerstoff tatsächlich magnetisch ist. Außerhalb des Labors konnten wir dann miterleben, wie sich der flüssige Sauerstoff ideal als “ungefährlicher” Grillanzünder eignet – Sauerstoff alleine brennt schließlich nicht. Außerdem konnte jeder seine Hand mal für einen Moment in flüssigen Stickstoff halten. Sehr lecker war vor allem das anschließend selbstgemachte Stickstoff-Stracciatella-Eis.

NanoLab
Mit dem NanoLab kann man Stukturen im Nanometer-Bereich ab- und auftragen. Hier sieht man eine Probe aus einem Waver, die gerade an eine Nadel geschweißt wurde.

Sehr spannend fanden wir auch die Besichtigung eines Reinraumlabors, in welchem als besonderes Highlight ein Helios NanoLab stand. Das ist ein Elektronen-Mikroskop, das es erlaubt, auf der Nanometerskala Material abzutragen. Dies geschieht durch den Beschuss der Probe mit einem fokussierten Strahl aus Gallium Ionen – man kann sich dies anschaulich sich wie das Sandstrahlen im Nanometermaßstab vorstellen. Auf diese Weise lassen sich z.B. Gräben ziehen oder Lamellen aus einer Probe heraustrennen. Durch einbringen metallischer Gase (zum Beispiel mit Platin) lässt sich auf die gleiche Art und Weise auch Material auftragen. Uns wurde zum Beispiel gezeigt, wie man ein kleines Teil aus einem Waver ausschneidet. Dieses wird vor dem letzten Schnitt mit Platin an einer kleinen Nadel befestigt. So kann das Stück mithilfe der Nadel an einem speziellen Objektträger befestigt werden und ist damit bereit für spätere Untersuchungen.

Das bin dann wohl ich ...
Das bin dann wohl ich ...

Zum Abschluss haben wir uns noch den Vortrag zu “Physik im Alltag – die besten YouTube-Filme” angesehen. Es wurden (fast) unglaubliche Filme gezeigt, die trotzdem nicht der Trickfilmkiste entstammen.

Es war definitiv wieder ein sehr gelungener Ruhr 2010-Beitrag.

Landesgartenschau in Hemer

Heute waren wir auf der Landesgartenschau in Hemer. Die Landesgartenschau 2010 in NRW findet auf dem ehemaligen Gelände der Bundeswehrkaserne in Hemer statt. Das Gelände ist komplett in einen Landschaftspark umgewandelt worden. Leider beschränkte sich die aktuelle Blütenpracht (Mitte Mai) witterungsbedingt auf Tulpen, Primeln, Stiefmütterchen und noch vereinzelt Osterglöckchen. Dafür sind die 14,50 € für meinen Geschmack ein bisschen viel Geld. Unsere Empfehlung lautet daher: noch ein, zwei Monate warten.

Trotzdem hatten wir einen angenehmen Tag, denn neben den Blumen, Büschen und Bäumen gab es hier und da auch noch andere interessante Dinge zu entdecken. Ein paar Impressionen haben wir euch mitgebracht.

Dana & Jens

Einmal Südsee und zurück

… das ist der Titel eines gleichnamigen Geocaches, den wir zusammen mit frognfox und WilliundMaja schon am 17. April versucht hatten und dabei dann an Station 4 ein Brett vor dem Kopf hatten. Am letzten Samstag hatten wir dann versucht auf gut Glück zur Südsee zu gelangen und dort vielleicht noch eine Station zu finden. Wir gaben aber an der vermeintlich falsch geratenen Station 14 auf.

Heute lief aber alles besser und wir konnten ohne Probleme bis zur Station 14 vordringen. Dort stellten wir fest, dass wir an diesem Ort bereits am letzten Samstag gewesen waren und auch vergeblich gesucht hatten. Nach erneuter erfolgloser Suche riefen wir den Owner, dessen Rufnummer wir uns für alle Fälle besorgt hatten an und stellten mit ihm zusammen fest, dass die Station 14 zerstört war. Wir konnten die Station aber rekonstruieren.

Der Rest der Runde ging dann schneller als uns eigentlich lieb war, denn damit war dieser typische „dampfjojo“-Cache abrupt zu Ende. Wir freuen uns auf jeden Fall schon auf den nächsten „dampfjojo“-Cache und es gibt ja Gott sei Dank noch ein paar in der Haard, die wir noch nicht gemacht haben.

Wir haben von den beiden Wochenenden noch ein paar Impressionen mitgebracht und hier angefügt. Viel Spaß…

Achso … und einen Spoiler vom Final haben wir auch noch. Wenn ihr das folgende Panorama seht, seit ihr am Ziel 😀

Panorama vom Final

Die Geocaching-Saison ist eröffnet…

Wie lange das Schild hier wohl schon steht?

Am letzten Freitag haben wir zusammen mit Chris und Mel spontan beschlossen die Geocaching-Saison zu eröffnen. Als Ziel war mein Vorschlag in die Haard zu gehen und dort einen der ehemaligen dampfjojo-Caches zu machen. Die Geocaches von dampfjojo sind in der Gegend bekannt, da sich Jochen (aka dampfjojo) extrem viel Arbeit mit dem Erstellen der Multis gemacht hat. Die Multis sind alle zwischen 4km und 8km lang und haben zum Teil deutlich mehr als 10 Stationen. Jede Station ist mit viel Liebe gemacht und sehr genau eingemessen. Seit Kyrill gibt es auf Wunsch auch Trimm-Dich-Einlagen. Man kann die umgefallenen Bäume aber auch umlaufen [;)].

Ich hab' die Kamera gedreht, damit das so scheint, als wäre die Hütte schief...

Also saßen wir allesamt am Samstag um 10 Uhr im Auto von Dortmund nach Flaesheim, südlich von Haltern am See. Kurz vor 11 waren wir am Parkplatz. Das Wetter war schön, wenn auch etwas kalt. Wir hatten uns unterwegs entschlossen den Finkenberg-Cache zu machen, da dieser offensichtlich von den meisten Cachen gut gefunden werden konnte. Ich glaube nichts ist schlimmer für einen Einsteiger, wie Mel, Chris und Dana, wenn gleich der erste Cache zum Frust wird weil man nichts finden kann.

Ich will gar nicht wissen, wie viele dieser Trampelpfade in der Haard existieren.

Aber die ersten Stationen liefen wie am Schnürchen. Erst an Station 4 haben wir etwas länger gebraucht. Man muss halt auch mal um die Ecke denken. Aber dank Mel haben wir den Hinweis gefunden. Die Strecke geht die meiste Zeit über schöne Wander-, Reit- oder Wirtschaftswege und man muss eigentlich nie ins Gebüsch. Am Wegesrand findet man schonmal die eine oder andere Kuriosität.

Diesmal habe ich die Kamera gerade gehalten und das Land ist plötzlich gekippt...

Sehr schön fand ich auch, dass bei Station 8 (von 16) vom Owner eine Rast eingeplant war. Die Station 8 erreichten wir nach zwei Stunden und 4.5 km. Eine Bank mit Mülleimer und es war genau 13 Uhr. Also packten wir unseren Kaffee, die Brötchen und Minisalamis aus und machten erstmal eine halbe Stunde Pause.

R.I.P.

Auch alle anderen Stationen ließen sich wunderbar finden. Sehr schön fanden wir auch die Station 15, „die Lieblingsstation aller Augenärzte“. Hier haben wir auch etwas gebraucht, aber Dana hatte hier den richtigen Riecher.

Wir sind am Ziel - Dose gefunden.

Überhaupt war es gut, dass wir die Mädels dabei hatten. Dana kontrollierte doch hier und da mal die Rechnungen und bewahrte uns so vor langen Fußmärschen in die falsche Richtung. Deswegen auch nochmal der Tipp: jede Rechnung dreifach kontrollieren.

An der letzten Station konnten wir dann auch wieder in Ruhe auf einer Bank alle Koordinaten zusammenrechnen und damit die finalen Koordinaten bestimmen. Neben der Bank war ein herrlicher Ameisenhaufen. Leider fand Mel das nicht so Lustig…

Der Final, der dann die Runde nach 9km komplettierte, war auch schnell gefunden. Insgesamt waren wir viereinhalb Stunden unterwegs. Punkt 16 Uhr waren wir wieder zurück in Dortmund, so dass wir die müden Glieder bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen wieder stärken konnten.

Wir sagen in diesem Sinne nochmal herzlichen Dank für den tollen Cache und stoßen zum Abschluss mit einem Glas Sekt an.

Mel, Chris, Dana und Jens

Dana hat immer ein Fläschchen Blubberbrause dabei.

Die Bilder aus dem Frankenjura

Hallo zusammen,

es hat ein bisschen gedauert, aber hier sind die Bilder aus dem Frankenjura.

Nachtrag: hab‘ noch ein bisschen Text ergänzt.

Tag 1:
Am Samstag sind wir Nachmittags nach der Ankunft direkt zur Breitenberger Südwand. Dort haben wir immerhin die Routen Neigsabbt und Siebenschläfer geklettert. Danach ging es Zur Guten Einkehr das Zelt aufbauen. Den Abend haben wir dann bei Dana in Brombach mit lecker Grillfleich, Salat und alloholisierten Kirschen verbracht – lecker!

Tag 2:
Am Sonntag bin ich bei Dana geblieben. So kann ich leider nicht so viel zu den gekletterten Routen schreiben. Die Bilder sind auf alle Fälle am Wolfstein entstanden. Das ist eine einfache Felsformation an der Jessy das Umbauen und Abseilen lernen und üben konnte. Danach sind die 4 noch zur
Egloffsteiner Gemsenwand.

Tag 3:
Sonntag Abend fing es dann leider an zu regnen. Das blieb auch den gesamten Montag so. Also verbrachten wir die Zeit in der Climbing Factory in Nürnberg. Die Kletterwände gehören zu einem Fitnessstudio. Da dort offensichtlich nicht kontrolliert wird, ob die Gäste an der Kletterwand sichern können, haben wir in der Halle einige echt kriminelle Aktionen mitverfolgen können. Der Regen ließ dann erst am Dienstagmorgen nach. Daher mussten wir mit unserem abendlichen Esstisch unter die Plane rücken.

Tag 4:
Durch den anhaltenden Regen waren die meisten Wände noch nass. Wir entschieden uns für die Schlossbergwand – Gruppo Sportivo, da diese unter einem dichten Blätterdach liegt. So schafften wir trotz feuchtem Einstieg die drei Routen Kleiner König Kallewirsch, Action Perfect und Fight Graffiti.

Tag 5:
Nachdem Timo am Morgen so schön die Aufgabe des Sonnenanbeters übernommen hatte konnte mit dem Wetter an diesem Tag ja nichts mehr schief laufen. Also fuhren wir zum Röthelfels. Dort eroberten die beiden Mädels die klassisch abgesicherte Gerade R 4. Diese Route hat auf 30 Meter gerade 3 Haken. Dafür meinen echten Respekt. Timo und ich quälten uns nebenan die Ratte hoch. Diese Route hat ihren Namen echt verdient. Trotzdem oder gerade vielleicht deswegen war der abschließende Ausblick eine echte Entschädigung dafür.
Zum Abend hin wechselten wir dann noch ein Stück weiter rechts in die Wand und hakten noch die beiden Routen Zinnenwand und Zinnober ab.

Tag 6:
Der Donnerstag war der Tag der Elfenwelt. Hier schafften wir extrem viele Routen. Zuerst die Armbrust. An der Armbrust hatten die Mädels wegen eines Längenzugs direkt am Einstieg schwer zu knacken. Wärenddessen hängten Timo und ich den Ort der Finsternis ein. Von hier aus konnten wir dann ein wenig Falltraining machen. Schließlich kamen noch Zweischneid, Gagamehl, Bockiger Troll und Direkter Elfenfick hinzu. Im Gagamehl versteckt lag der Hinweis zu einem Geocache mit zwei Stationen. Den konnten wir dann auch am Abend noch heben.

Tag 7:
Der Freitag war dann den Schlossbergzwillingen gewidmet. Dort legten Jenny und Timo mit dem Schlawinereinstieg los, wärend Jessy und ich mit Trau Dich starteten. Wir wollten auch noch von allen ein paar schöne Kletterfotos schießen. Daher stieg Timo die Trau Dich hoch um sie wieder abzubauen. Leider hatte sich der Karabiner seiner Eigensicherung verklemmt und er bekam die Eigensicherung nicht mehr los. Da die Fotokante daneben ohnehin für die folgenden Fotos eingehängt werden sollte, bewaffnete ich mich mit einer Schere und einer zusätzlichen Seilschlaufe und legte los. Dummerweise kam ich über eine Platte kurz unterhalb von Timo nicht rüber. Das Ergebnis ist ein kleiner „Umweg“ im modischen Zick-Zack-Muster. Gott sei Dank konnte Timo den Karabiner mit der Seilschlaufe als Hebel lösen, so dass die Schere nicht zum Einsatz kam. Nach alledem bin ich die Fotokante noch durchgestiegen und die unten stehenden Bilder konnten entstehen.
Da Jessy uns an diesem Nachmittag verlassen wollte haben wir auch noch ein kleines Abschiedsfoto geschossen. Anschließend habe ich mich auf den Weg zu Dana gemacht, die an unseren letzten beiden Tagen auch noch reichlich in den Klettergenuss kommen sollte.

Tag 8:
Am Samstag Vormittag ging es erst einmal wieder an den Wolfstein. Als Einstieg für Dana wählten wir den Froschkönig und anschließend Dornröschen. Schließlich traute sie sich auch noch an Böser Wolf, den sie auch zur Hälfte schaffte. Als uns der Fels allerdings zu voll wurde und der Magen knurrte machten wir uns auf den Weg an den Graischenstein. Dort eroberten wir die Routen Alles Kante, Grüner Kamin und EPA. Eigentlich war auch noch der Schweizer Käse in Planung, der jedoch durch den Kot eines Siebenschläfers nicht mehr so Attraktiv war. Ein Stück weiter links an der Wand fanden wir dann jedoch noch die Spirale und Evas Bauch, die uns bis zum Sonnenuntergang beschäftigten. Ich für meinen Teil war den Abend absolut platt.

Tag 9:
Bevor wir Sonntag Nachmittag dann unsere Zelte abbrachen statteten wir der Breitenberg Südwand noch einen zweiten Besuch ab. Dana kletterte Löwe, Stier und Krebs, wärend sich Jenny nochmal am Siebenschläfer versuchte. Bei unserer Rückkehr zum Campingplatz war alle Feuchtigkeit aus unseren Campingklamotten abgetrocknet, so dass wir alles packfertig verstauen konnten.
Es waren fantastische 9 Tage, die wir alle im nächsten Jahr wiederholen wollen. Ich freue mich jetzt schon drauf. Bis dahin heißt es allerdings erstmal wieder Plastikgriffe in der Halle benutzen.

Lea und Peter haben geheiratet

Lea und Peter haben geheiratet
Lea und Peter haben geheiratet

O wie lieblich, o wie schicklich
sozusagen herzerquicklich,
ist es doch für eine Gegend,
wenn sich Leute , die vermögend,
außerdem mit sich zufrieden,
aber von Geschlecht verschieden,
wenn nun diese, sag ich, ihre
dazu nötigen Papiere,
sowie auch die Haushaltsachen,
endlich mal in Ordnung machen
und in Ehren und beizeiten,
hin zum Standesamte schreiten.
Wie es denen welche lieben,
vom Gesetze vorgeschrieben.
Dann ruft jeder freudiglich:
„Gott sei Dank! Sie haben sich!“

Wilhelm Busch, 1832 – 1908

Nacht der Industriekultur

Letztes Wochenende war die Nacht der Industriekultur. Im Gegensatz zum letzten Jahr haben Christ und ich uns diesmal eine einzelne Location herausgesucht. Das war genau richtig. So hatten wir alle Zeit der Welt mit den Kameras bewaffnet auf Streifzug durch die Zeche zu ziehen.

Jetzt ist ein Teil der Bilder bearbeitet. Viel Spaß…

Dickes „B“

Die kleine Bucht an der Havel – einfach malerisch.

Oh man, ich liebe Berlin. Jedes Mal, wenn ich nach Berlin komme gibt es Neues zu entdecken. Aber fangen wir mal vorne an…

Da ruft de Peter mich gefühlte zwei Stunden vor der Abfahrt an und fragt: „Willst du mit nach Berlin?“
Was eine Frage: „Natürlich!“

Also hieß es am Mittwoch vor Fronleichnahm wieder einmal „Wir fahren nach Berlin!“. Gott sei Dank habe ich so wunderbare Nachbarn, die auch auf die Katzen aufpassen, wenn man sie zwei Tage vorher damit überfällt.

Die erste Nacht an der Havel. Diesen Abend war das Wetter noch total schön.

Die Fahrt nach Berlin war ziemlich unkompliziert. Ein kleinerer Stau wegen eines LKW-Unfalls, sonst nichts. Und da Lea und Peter einen neuen Wagen haben, konnte der gleich mal ein bisschen eingefahren werden. Lea ist auf jeden Fall begeistert von dem Auto.

Und ich… ich bin begeistert von Lea’s Familie. Offenherzig, fröhlich und ein bisschen verrückt. Genau die richtige Mischung. Der Hammer sind auch die beiden Bungalows direkt an einem Seitenarm der Havel. Dort kann man sich, wenn es das Wetter zulässt, die Sonne auf den Pelz brennen lassen, die Füße ins Wasser hängen, mit dem Boot ein bisschen auf die Havel rausrudern oder einfach schwimmen gehen.

Ein Rochen im Sea Life.

Am ersten Abend war das Wetter auch noch so, dass man die Gelegenheit hätte nutzen können.

Auch Echsen sind im Sea Life zu bestaunen.

Donnerstag und Freitag war das Wetter leider alles andere als schön. Allerding hatte Dana, Leas Schwester, einige Attraktionen im Internet gebucht. Dafür nochmal ein riesiges Dankeschön. Mit diesen Karten aus dem Internet kann man nämlich fast überall den VIP-Eingang benutzen und muss nicht wie alle andere anstehen. Toll!

Insgesamt ist die Meereswelt doch sehr farbenfroh.

Erste Station war das SeaLife. Gut… hatte ich schon gesehen – macht aber „nüscht“! Diesmal hatte ich meine Kamera dabei, so dass ich ein bisschen mit den Lichtverhältnissen kämpfen konnte. Es sind einige Bilder in den Papierkorb gewandert. Einige wenige sind aber was geworden.

Besuch bei Madame Tussot. Sind wir nicht ein schönes Paar.

Danach waren wir natürlich auch noch im Fahrstuhlaquarium. Ich muss sagen, so recht wollte mich der Hintergrund mit den endlosen Hotelzimmer-Balkonen nicht ansprechen. Hätte man dort wenigstens was sehen können, wäre das Fischfoto vielleicht auch interessant gewesen. Aber dazu muss man den ersten Fahrstuhl des Tages nehmen, wenn die Hotelbewohner vergessen, dass man nicht nur von den Hotelzimmern in das Aquarium gucken kann, sondern auch umgekehrt…

Lea und die Beatles. Schön, dass man die Figuren so hautnah erleben kann.

Anschließend ging es zu Madame Tussot. Das war echt ein Erlebnis. Viele der Figuren sehen schon extrem echt aus, obwohl einige doch sehr geschmeichelt sind. Toll finde ich, dass man die Figuren alle anfassen darf. So kann man wie Isabell auch mal richtig mit George Clooney auf Tuchfühlung gehen.

Diesem Charme konnte nicht mal Isabell widerstehen.

Dann hieß es ab nach Hause, denn für den Abend war ein Polterabend angesagt. Wir kannten zwar das Brautpaar nicht, aber das war offensichtlich nicht so wichtig. Die Feier war für verdammt viele Gäste ausgelegt. Zu Essen gab es zwei komplette Schweine am Spieß. Aber eh man sich versah waren die Schweine weg. Wahnsinn…

Bei einem Polterabend auf dem Land ist alles immer ein bisschen größer. Aber es sind mal alle auf einem Bild: Leas Eltern, Dan und Ange, Dana mit ihren Freundinnen Katrin, Isabell und Sandra, und natürlich Lea und Peter.

Aber nicht nur die Poltergesellschaft war riesig. Auch das Poltern selbst war etwas größer dimensioniert. In einem ersten Schwung gab es für das Brautpaar gleich mal einen kompletten Kipper voll … (Gott sei Dank nur) Luftballons. Danach konnten die beiden aber nicht verschnaufen. Kaum war der Trecker vom Hof stand der nächste LKW parat. Und der hatte diesmal wirklich Zeug zum Poltern geladen.

Nicht nur die Party ist ein bisschen größer – es wird auch mehr gepolert.

Der nächste Tag hatte nur eine geplante Attraktion: Körperwelten. Die Ausstellung gastiert unter dem Titel „Der Zyklus des Lebens“. Hier konnte man von der Befruchtung der Eizelle, über den Embrio bis ins hohe Alter alles entdecken. Die Plastinate haben mich sehr fasziniert. Überrascht war ich auch darüber, dass die spendenden Personen selbst als das jeweils dargestellte Plastinat noch eine Ausstrahlung haben konnten. Über die Kritik an dem eigens in einem gesonderten Raum untergebrachten Paar vom „schwebenden Akt“ konnte ich nur schmunzeln. Schließlich gehört auch der Sex zum „Zyklus des Lebens“.

Körperwelten – ich fand es sehr faszinierend. Leider war hier das Fotografieren nicht erlaubt.

Tag drei verlief dann etwas anders als geplant. Wobei das ganz und gar nicht negativ zu verstehen ist. Irgendwo schnappten wir einen Prospekt zum Musical „Der Schuh des Manitus“ auf. Die Idee „… das könne man ja auch noch machen.“ wurde dann ziemlich schnell konkret. Zu unserem Glück erhielten wir sogar noch einen speziellen Sommer-Rabatt, so dass wir uns Samstag Nachmittag im Theater des Westens das Zwergfell massieren ließen. Eigentlich hätten wir noch drei mal in diese Vorstellung gehen können. Sie war so gespickt mit kleinen und lustigen Details, dass man kaum in der Lage war alle aufzunehmen.

Mehr ein Zufallsbesuch im Theater des Westens: „Der Schuh des Manitu“

Im Anschluss an di Vorstellung mussten wir erstmal Peter verarzten. Er hatte sich irgendwas zwischen Hexenschuss, verrenktem Wirbel und Bandscheibenvorfall zugezogen und konnte kaum noch laufen. Leider blieb dieser Zustand so, so dass Lea und Peter entschieden nach Hause zu fahren. Auf dem Weg zum Bahnhof gerieten wir dann noch zufällig in einen Motorrad-Corso. Da waren doch sehr viele tolle und witzige Motorräder unterwegs.

Nach dem Theaterbesuch gerieten wir durch Zufall in eine Motorrad-Parade. Darunter waren einige sehr schöne Custom-Bikes.

Tja … und eigentlich stand jetzt noch „Berlin bei Nacht“ auf dem Programm. Dazu musste es aber erst einmal dunkel werden. Also liefen wir die Zeit ein wenig tot und steifelten vom Hauptbahnhof zum Brandenburger Tor. Katrin erzählte, dass sie zwar schon drei Mal in Berlin war, jedoch das Brandenburger Tor immer verhüllt gewesen war. Das war dieses mal anders. Von dort ging es rüber zu den Stelen des Denkmals für die ermordeten Juden Europas. Bedauerlicherweise hatte das Informationszentrum schon zu. Aber den Sonnenuntergang in einem angrenzenden Café zu genießen hatte auch etwas.

Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Leider hatte das Informationszentrum schon zu. Die durch das Licht vermittelte Stimmung war aber herrlich.

Dann hieß es ab zum Alexanderplatz und die Karten für die Turmfahrt besorgen. Die vorausgesagte Wartezeit sollte eine Stunde betragen. Also machten wir uns noch auf den Weg eine Kleinigkeit zu trinken und landeten in einer kleinen Cocktail-Bar direkt um die Ecke. Eigentlich hätten wir per SMS benachrichtigt werden sollen, dass wir auf dem Turm können. Aber irgendwie funktionierte dieser Service nicht so recht. Also ging es auf Verdacht wieder zurück zum Turm. Wir hatten erneut Glück: genau in dem Moment als wir ankamen, wurden unsere Nummern aufgerufen. Die SMS kam dann übrigens eine Stunde zu spät.

Berlin bei Nacht vom Fernsehturm am Alex. Rechts, mittig der Reichstag, dann in der Mitte von vorne nach hinten: Brandenburger Tor, Siegessäule und Berliner Funkturm und oben links der Potsdamer Platz.

Die Nachtaufnahmen vom Fernsehturm waren schwieriger als erwartet: 1. waren die Scheiben nicht geputzt, 2. spiegelte das Licht von innen, 3. konnte man die Kamera nicht mit der Hand gegen das Licht von innen abschotten, denn der Turm wird auch von unten beleuchtet und 4. war es ganz schön windig, wodurch lange Belichtungszeiten auf bei aufgelegter Kamera zwangsläufig unscharf wurden. Trotzdem waren die Eindrücke sehr nett.

Wie jede Nacht, haben wir uns festgequatscht und die Zeit vergessen. Am letzten Morgen war dann aber das Wetter so schön, dass ich sogar noch einmal die Kamera ausgegraben habe.

Und als wir wieder zu Hause waren, haben wir wie jeden Abend die Zeit vergessen. Als ich mich dann doch mal bemühte ins Bett zu gehen wurde es schon hell und die ersten Nebelschwaden zogen über die Havel. Da konnte ich leider nicht widerstehen und habe noch einmal die Kamera ausgepackt.

Die Rückfahrt verlief nicht so gut wie die Hinfahrt. Zum einen war die A2 in Hannover wegen einer Bobenentschärfung in beiden Richtungen gesperrt, zum anderen war wegen der Baustelle am Kamener Kreuz ab Rhynern nur noch Stop and Go möglich. Und der arme Peter saß auf dem Beifahrersitz und konnte sich nicht mehr bewegen.

@Peter: auch wenn du jetzt schon die zweite Woche deswegen im Krankenschein bist: alles wird gut!

Jens

Besuch

Enten

Eine kleine Entenfamilie…

Heute hatte ich 10 kleine und einen etwas größeren Gast im Garten. Ich hab‘ die Katzen besser mal eingefangen und weggesperrt.