Norwegen 2011

2011 haben wir eine Reise mit dem Wohnmobil durch Norwegen unternommen. Vorweg sei gesagt: es war keine Erholungsreise! Wir hatten nur 3 Wochen Zeit und uns dafür eine sehr anspruchsvolle Route vorgenommen. Es gab mehrere Wünsche, die wir uns mit dieser Reise erfüllen wollten. Wir wollten auf jeden Fall zum Geiranger-Fjord und zum Jostedalsbreen. Außerdem sollte die Route im schmalen Gürtel von Sør-Hålogaland nicht auf der Hin- und Rückreise über die E6 verlaufen. Und wir wollten natürlich zum Nordkap!

Für ähnliche Routen veranschlagen die meisten Reiseführer mindestens 4, eher 5 Wochen. Uns standen aber nur 3 Wochen zur Verfügung: 3 Tage für die An- und Abreise, 20 Tage für Norwegen. So setzten wir uns im Vorfeld hin und begannen, die gewünschten Abschnitte Stück für Stück zusammenzupuzzeln. Für Tagesetappen, bei denen unterwegs überwiegend Landschaft zu sehen war, wurden längere Strecken eingeplant. An Tagen, an denen eine größere Stadt und/oder Sehenswürdigkeiten auf der Tagesordnung standen, wurden kürzere Strecken vorgesehen. Heraus kam eine Reiseroute über 23 Tage, 7333 km und 19 Fähren.

Hinweis:
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Die Beschreibungen zu den Bildern gibt es jeweils unter den vergrößerten Versionen.

Download:
Da sich die Seiten nicht vernünftig ausdrucken lassen, habe ich jetzt eine Offline-Version als PDF fertig gestellt. Eine PDF-Datei mit reduzierter Auflösung (11 MB) und eine PDF-Datei mit voller Auflösung der Karten und der Bilder (118 MB). Für die meisten wird die kleine Datei vollkommen hinreichend sein.

Die Download gibts hier:

Reduzierte Größe (11MB): Norwegen Reisebericht (PDF) - klein (1156)
Volle Größe (118 MB): Norwegen Reisebericht (PDF) (753)

Inhalt


Zusammenfassung

Um die Zusammenfassung besser nachvollziehen zu können ist nachfolgend die Übersichtskarte abgebildet

Die Karte zeigt die Route, wie wir sie durch Norwegen geplant haben und wie wir sie tatsächlich auch gefahren sind. Lediglich der Stopp in Mosjøen ist aufgrund eines defekten Anlassers ausgefallen.

Um die Karte im Detail zu betrachten, bitte einmal auf die Karte klicken.

Die Route ist, wie bereits angedeutet, für einen Urlaub von 3 Wochen konzipiert. Wenn die Anfahrt am ersten Samstag erfolgt und die Rückreise am letzten Sonntag, ergeben sich effektiv 23 Tage.

Der 1. Tag ist für die Anreise nach Frederikshavn vorgesehen. Die Fähre der Stenaline zwischen Frederikshavn und Oslo fährt Richtung Oslo tagsüber. So wird der 2. Tag ebenfalls zur Anreise benötigt.

Die erste Woche:
Die ersten zwei Tage in Norwegen (Reisetag 3 und 4) sind für Oslo vorgesehen. Von hier aus planen wir am 5. Tag südwestlich über die E18 bis Drammen und von dort westwärts über die E134 und die RV13 bis nach Odda zu fahren. Am 6. Tag geht es dann von Odda nach Bergen. Für diesen Teilabschnitt gibt es 3 mögliche Streckenführungen, die alle etwa gleich lang sind. Die Strecke unserer Wahl verläuft von Odda ein kleines Stück westlich entlang des Sørfjords, durch den Folgefonna-Tunnel zum Hardangerfjord. Von Årsnes geht es mit der ersten Inlandsfähre nach Gjerdmundshamn und von dort über die RV48, RV7 und E16 nach Bergen. Die Strecke ist so bemessen, dass wir am frühen Mittag in Bergen sind und dort in aller Ruhe die Sehenswürdigkeiten ansehen können. Am 7. Tag fahren wir lange Zeit auf der E16 bis zur Borgund Stabkirche. Nach dem Besuch der Stabkirche müssen wir ein kleines Stück auf der E16 zurück. Hier lohnt es sich, von Borgund aus die alte Gebirgsstraße zu fahren. Von der E16 fahren wir dann über die RV5 zur nächsten Inlandsfähre, die Mannheller und Fodnes verbindet. Auf der anderen Seite des Sognefjords angekommen, geht es noch ein kurzes Stück über die RV5 und dann in nordöstliche Richtung über die RV55 und RV604 bis nach Jostedal. Das Ziel ist der Nigardsbreen. Am 8. Tag geht es wieder das kurze Stück zur RV5 zurück und von dort nach Skei. Unterwegs besuchen wir das Norsk Bremuseum‎, Fjærland, wo wir uns umfassend über die Gletscher in Norwegen informieren. Ab Skei folgen wir ein kurzes Stück der E39, ab Byrkjelo der RV60 bis Hellesylt. Von dort geht die Fähre über den Geirangerfjord nach Geiranger.

Die zweite Woche:
Am 9. Tag geht es nach Trondheim. Von Geiranger gelangen wir über die ganzjährig geöffnete Straße RV63 nach Eidsdahl und überqueren mit der Fähre den Storfjord. Auf der anderen Seite in Linge ist im Sommer eine Fahrt auf der RV63 über die Trollstigen möglich. Da in unserem Fall die Trollstigen jedoch noch gesperrt sind, geht es ab Linge links auf die RV650 in nordwestlicher Richtung bis zur E39 und von dort entlang der Fjorde mit zwei weiteren Fähren von Vestenes nach Molde und von Halsa nach Kanestraum bis nach Trondheim. Tag 10 hat ein straffes Programm. Wir wollen die folgenden zwei Tage die Küstenstraße RV17 entlangfahren. Dazu setzen wir zunächst mit der Fähre von Flakk nach Rørvik über. Dort geht es über die RV715 und FV82 in nordöstlicher Richtung bis zur RV720, der wir bis zu ihrem Ende folgen. Ab jetzt geht es in nordwestlicher Richtung über die legendäre Küstenstraße RV17, die kurz vor Bodø auf die RV80 mündet. Für das erste Teilstück war in der ursprünglichen Planung die Übernachtung auf der Insel Alsta eingeplant. Durch die Zeit, die wir aufgrund der 4 Inlandsfähren bis zur Insel Alsta gebraucht haben, können wir jedoch abschätzen, dass wir am darauffolgenden Tag sehr früh hätten aufstehen müssen, um die Fähre von Bodø auf die Lofoten zu erreichen. Daher beschließen wir die 5. Fähre von Levang nach Nesna noch an diesem Tag zu nehmen und übernachten kurz vor Kilboghamn. Durch die vorgezogene Fähre ist der Tag 11 relativ entspannt. Zunächst geht es mit der Fähre von Kilboghamn nach Nesna über den Polarkreis. Weiter entlang der RV17 folgt noch die Fähre von Agskardet nach Furøy. Der Saltstraumen bildet dann (fast) den nördlichen Abschluss der RV17. Kurz danach mündet die RV17 auf die RV80 nach Bodø. Von Bodø fahren wir am späten Nachmittag mit der Fähre auf die Lofoten-Insel Moskenesøya. Am 12. Tag fällt die Route dann wieder etwas kürzer aus. Es geht auf der E10 über fast alle Inseln. Direkt vor der letzten Brücke zum Festland fahren wir über die RV83 nach Harstad. Am 13. Tag geht es das kurze Stück von Harstad zurück zur E10, auf der wir weiter in östlicher Richtung fahren, bis diese auf die E6 mündet. Von dort geht es in nordöstlicher Richtung auf die E6, bis wir irgendwann auf die E8 in Richtung Tromsø abbiegen. Am 14. Tag verläuft die Route über die E6 bis nach Alta. Allerdings fahren wir von Tromsø nicht vollständig die E8 bis zur E6 zurück. Stattdessen fahren wir über die RV91 und zwei Fähren ab Breidvikeidet und Lyngseidet nach Olderdalen. Das spart 100 km und dauert etwa die gleiche Zeit. Am Nachmittag ist in Alta das Alta-Museum ein Muss. Der 15. Tag ist dann auch gleich der Wendepunkt der Reise. Zunächst geht es entlang der E6 und E69 bis zum Nordkap und anschließend zurück über die E69, E6 und die RV94 durch Hammerfest hindurch bis in den Ort Forsøl — es ist Zeit für die Mitternachtssonne.

Die dritte Woche:
Am 16. Tag fahren wir von Forsøl nach Skibotn. Dazu fahren wir zurück bis zur E6. Sie wird die nächsten Tage unser Wegweiser nach Oslo sein. Am 17. Tag geht es nach Narvik. Am 18. Tag passieren wir wieder den Polarkreis und erreichen Mosjøen. Am 19. Tag sind wir abends wieder in Trondheim. Am 20. Tag fahren wir zunächst auch wieder über die E6. Kurz hinter dem Gebirgspass des Dovrefjell-Sunndalsfjella-Nationalparks biegen wir nach links auf die RV29 und kurze Zeit später nach Süden auf die RV27. Kurz vor Ringebu, dem Ziel des Tages, kommen wir wieder auf die E6 zurück. Am 21. Tag fahren wir zurück nach Oslo. Der letzte Tag in Norwegen ist dann als weiterer Sightseeing-Tag in Oslo geplant oder dient im Fall der Fälle als zeitlicher Puffer, da die Fähre erst am Abend von Oslo nach Frederikshavn fährt. Der 23. Tag ist schließlich der Tag der Heimreise.

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Allgemeines

Wir haben unsere Norwegen-Reise mit einem relativ kleinen Wohnmobil gemacht und müssen im Nachhinein feststellen, dass das erhebliche Vorteile hatte:

  • Sofern das Wohnmobil kürzer als 6m ist und weniger als 3,5t wiegt, zahlt man bei allen Fähren und/oder den mautpflichtigen Straßen und Tunneln noch den PKW-Tarif. Ab 6m zahlt man schlagartig mindestens das Doppelte – und das kann richtig teuer werden.
  • Wir haben unterwegs immer wieder Straßen ausprobiert, bei denen wir dann entweder irgendwann wenden mussten oder bei denen wir mangels Wendemöglichkeit einige hundert Meter zurücksetzen mussten. Das geht ohne Frage nur mit einem kompakten Fahrzeug.
  • Mit Gespann wären die zum Teil schmalen Straßen mit den engen Kurven anstrengend zu fahren gewesen.
  • Man sitzt im Wohnmobil höher und dadurch entspannter als in einem PKW.

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Fähren

Wie bereits in der Zusammenfassung erwähnt wurde, werden auf der Reise insgesamt 19 Fähren genutzt. Das sind die beiden Fährstrecken von Frederikshavn nach Oslo und zurück, das ist die Fähre von Bodø auf die Lofoten und das sind 16 weitere Fährverbindungen im Inland. Wir haben uns im Vorfeld sämtliche Fahrpläne und Tabellen ausgedruckt. Meist wurden sie nicht benötigt, da man in der Regel einfach zur Fähre fährt und wartet. Wenn man sich jedoch unterwegs noch etwas ansehen will und die Fähre beispielsweise nur alle anderthalb Stunden fährt, kann man besser planen. Daher führen wir nachfolgend alle Fährverbindungen mit links zu den Betreiberseiten auf:

Nr. Tag von bis Link
1 2 Frederikshavn Oslo Stenaline
2 6 Årsnes Gjerdmundshamn tide
3 7 Fodnes Manheller Fjord1
4 8 Hellesylt Geiranger Fjord1 Tourist Route
5 9 Eidsdal Linge Fjord1
6 9 Vestnes Molde Fjord1
7 9 Kanestraum Halsa Fjord1
8 10 Flakk Rørvik Fjord1 AutoPASS *)
9 10 Holm Vennesund Torghatten Trafikkselskap
10 10 Horn Andalsvågen Torghatten Trafikkselskap
11 10 Forvik Tjøtta Boreal (ehem. Veolia)
12 10 Levang Nesna Boreal (ehem. Veolia)
13 11 Kilboghamn Jektvik Torghatten Nord
14 11 Årgskardet Forøy Torghatten Nord
15 11 Bodø Moskenes Torghatten Nord
16 14 Breivikeidet Svensby Bjørklids
17 14 Lyndseidet Olderdalen Bjørklids
18 18 Skarberget Bognes Torghatten Nord
19 22 Oslo Frederikshavn Stenaline

*) Diese Fähre verwendet den AutoPASS (siehe Maut). Da man als Tourist jedoch keinen Transponder erhält, sollte man den Nachweis einer AutoPASS-Registrierung bei der Hand haben, sonst zahlt man doppelt!

Ansonsten bleibt noch der Hinweis, dass sich die Preise für Fahrzeuge bei den Inlandfähren immer inkl. Fahrer verstehen.

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Maut

In Norwegen sind inzwischen zahlreiche Straßen und Tunnel mautpflichtig. Wer die Straßen und Tunnel nutzen möchte, sollte sich im Vorfeld bei AutoPASS Norwegen registrieren. Das hat mehrere Vorteile:

  • Es ist preislich günstiger: zahlt man nicht innerhalb von 3 Tagen, werden die Beträge gegen Rechnung von Euro Parking Collection (EPC) in London eingefordert. Das kostet für nicht in Norwegen registrierte Fahrzeuge natürlich Gebühren.
  • Es ist einfacher: will man jede Mautstation einzeln bezahlen, muss man a) alle Mautstationen erkennen und b) die Gebühren dann bei einer Tankstelle in der Nähe entrichten. Dazu muss man dann den Schildern „KR-Service“ folgen.

Unser Tipp: einfach bei AutoPASS Norwegen mit dem KFZ-Kennzeichen registrieren und den Reisezeitraum angeben. Es werden zunächst 300,- NOK von der angegebenen Kreditkarte abgebucht und sukzessive verbraucht. Sind die 300,- NOK erschöpft, werden erneut 300,- NOK abgebucht. Nach Ablauf des angegebenen Zeitraums gibt es eine Rechnung (auch schon unterwegs online jederzeit einsehbar) und die zuviel gebuchten Kronen werden zurückerstattet.

Einen Überblick über die Mautstellen an Straßen und Tunneln, sowie die anfallenden Kosten liefert ein PDF vom Norwegischen Verkehrsministerium.

Wichtig: Registrierungsbestätigung ausdrucken und als Nachweis mit in Urlaub nehmen.

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Straßensperren

Über den Winter werden in Norwegen zahlreiche Straßen gesperrt und erst Mitte bis Ende Mai wieder freigegeben. Davon ist insbesondere die sogenannte „Goldene Route“ über Geiranger und die Trollstigen betroffen. Einen Überblick über den Zustand der betroffenen Straßen liefern Visit Norway und ein PDF vom Norwegischen Verkehrsministerium.

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Kosten

Soviel vorweg: Norwegen ist teuer!

Da es in Norwegen keinen Euro gibt, das Land einen hohen Mehrwertsteuersatz und ungünstigen Wechselkurs hat, sind die Lebenshaltungskosten für Gäste relativ hoch. Beispiele sind:

  • Brot: 35,- NOK bis 50,- NOK, das entspricht etwa 4,50€
    bis 6,50€
  • Tomaten: ab 20,- NOK/kg, das entspricht etwa 2,60€/kg
  • 200g Lakritz COOP-Hausmarke: ab 45,- NOK, das entspricht etwa 5,80€ (kostet hierzulande 0,89€ von Haribo)

Ganz besonders teuer ist der Sprit. Diesel beginnt im Raum Oslo bei etwa 12,- NOK/l (1,55€/l) und kann im Land immer mal wieder die 14,- NOK/l (1,80€/l) erreichen. Da Wohnmobile mitunter etwas mehr Diesel verbrauchen, sollten die Spritkosten nicht vernachlässigt werden.

Wer bei den Lebensmitteln geschickt plant, kann diese Kosten erheblich reduzieren. Uns ist es gelungen (vernünftiges Tiefkühlfach vorausgesetzt) die Lebensmittel für sämtliche Mahlzeiten, mit Ausnahme der schnellverderblichen Zutaten, wie Brot, Aufschnitt und Gemüse mit nach Norwegen zu nehmen. Dabei ist insbesondere eine gute Planung der Getränke und Konserven wichtig.

Wichtig: dabei auf die Einfuhrbestimmungen, insbesondere bei alkoholischen Getränken, achten. Der Zoll kontrolliert!

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Sonstige hilfreiche Informationen

  • Städte-Tickets:
    Größere Städte bieten Städte-Tickets an. In Oslo hat sich das Ticket in jedem Fall gelohnt, da die Ersparnis bei den besuchten Museen erheblich war. In Bergen hätte sich das Ticket nicht gelohnt. Es macht auf jeden Fall Sinn, im Vorfeld auf den Seiten der Städte zu stöbern und zu prüfen, welche Sehenswürdigkeiten besucht werden sollen und wieviel man dann tatsächlich gespart würde.
  • Geschwindigkeitsbegrenzungen:
    Die zulässige Höchstgeschwindigkeit außerhalb geschlossener Ortschaften liegt in Norwegen bei 80 km/h. Gespanne mit ungebremstem Anhänger (Gewicht über 300 kg) dürfen nicht schneller als 60 km/h fahren. Innerhalb geschlossener Ortschaften gilt Tempo 50. Da das Überschreiten der Geschwindigkeitsgrenzen in Norwegen ab dem ersten km/h mit empfindlichen Geldstrafen geahndet wird, halten sich die Norweger strengstens an die vorgegebenen Geschwindigkeiten. Zudem sind die meisten Radarfallen hinreichend früh gekennzeichnet. Damit wir nicht doch mal versehentlich in die Tempofalle tappen, haben wir uns im Navi die Warnschwelle für die Geschindigkeitswarnung sehr knapp eingestellt (5km/h). Das nervt anfänglich ein wenig – aber irgendwann fährt man genauso verhalten wie die Norweger.
  • Sprache:
    Wenn man sich mal dran gewöhnt hat, kann man die meisten Texte aus einer Kombination von Englisch und Deutsch herleiten. Trotzdem kann es nicht schaden, ein Wörterbuch dabei zu haben. Wir hatten uns für 1,99€ eine kleine App für das Smartphone gegönnt. Die hat vollkommen ausgereicht.

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Besondere Erlebnisse

Mitternachtssonne

Wer die Mitternachtssonne beobachten will und im Mai oder Ende Juli unterwegs ist, sollte darauf achten, dass die Termine für eine vollständige Mitternachtssonne knapp sein könnten. Ungefähre Daten, wann die Mitternachtssonne zu sehen sein wird – immer vorausgesetzt, dass das Wetter gut ist – finden sich unter anderem auf Visit Norway.

In unserem Fall war für Hammerfest eine Mitternachtssonne für den 16. Mai angegeben. Wir waren jedoch schon am 14. Mai in Hammerfest. Da wir nordöstlich von Hammerfest in Forsøl eine knapp 90m erhöhte Landzunge finden konnten, bot sich uns das Schauspiel schon zwei Tage früher.

Wichtig: warm anziehen. Wir hatten Glück mit wolkenlosem Himmel und absoluter Windstille. Trotzdem begann ich trotz warmer Kleidung bei knapp 5°C ohne Bewegung zu frieren. Aber was tut man nicht alles für ein schönes Foto…

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Tierwelt

Norwegen hat eine tolle Tierwelt. Wer die Augen offen hält, bekommt so einiges zu Gesicht. Besonders häufig bekommt man natürlich in den nördlichen Regionen die Rentiere zu sehen. Darüber hinaus konnten wir aber noch einige andere Tiere sehen:

  • Elchkühe
    Entlang der Küstenstraße konnten wir die erste Elchkuh sehen, wahrscheinlich weil wir noch nach Einbruch der Dämmerung unterwegs waren.
    Norwegen_2011_293
  • Tümmler
    In den Sunden zwischen Tromsø und Hammerfest tauchten immer mal wieder Schwanzflossen von Tümmlern oder kleinen Walen auf. Leider waren die Schwanzflossen so schnell verschwunden, wie sie aufgetaucht waren. Es gibt also keine Fotos.
  • Füchse
    auf der Strecke zwischen Bergen und Trondheim liefen uns immer wieder Füchse vor die Kamera.
  • Seeadler
    Wir haben tatsächlich einen gesehen. Aber nicht in der Seeadler-Stadt Bodø, sondern 50km südlich des Nordkaps an der E69. Wir konnten sogar wenden und ihn in aller Ruhe fotografieren. Ein herrliches Tier.
    Norwegen_2011_279
  • Moschus-Ochsen
    Zum Ende der Reise hatten wir noch das Glück im Dovrefjell-Sunndalsfjella Nationalpark einen Moschus-Ochsen zu entdecken.
    Norwegen_2011_303

Tja… so viel zur Vorgeschichte. Jetzt kommt unsere Route in allen Details.

nach oben … oder Tag 1: nach Frederikshavn

Dieser Reisebericht ist übrigens auch zu finden über:

23 Kommentare

  1. Hallo !
    das ist ein ganz toller Bericht. Wir möchten im Sommer 2012 auch mit dem Womo nach Norwegen. Könnt Ihr uns diesen Bericht vieleicht zum runterladen oder sonst wie zukommen lassen ? Dann könnten wir unterwegs mit dem PC immer mal nachlesen.

    Liebe Grüße aus Ense bei Soest
    Georg

    1. Hallo Georg,

      schön, dass dir unser Bericht gefallen hat. Wir sind gerade noch dabei die letzten Seiten auf kleinere Fehler hin zu korrigieren. Wenn wir damit fertig sind, können wir gerne eine PDF-Version davon zum Download erstellen.

      Dann geben wir nochmal Bescheid.

      Grüße, Dana & Jens

      1. Hallo Marcus,

        vielen Dank. Wir sind gerade noch dabei die letzten Seiten zu korrigieren. Wir hoffen bis zum Wochenende fertig zu sein. Dann werden wir aus dem Text ein PDF erstellen und hier zum Download zur Verfügung stellen.

        Grüße, Dana & Jens

    2. Hallo Georg,

      das PDF ist jetzt online und kann auf der Startseite des Reiseberichts heruntergeladen werden.

      Grüße, Jens

  2. Servus ,
    ganz toller Bericht. Wenn es Euch nicht so viel Mühe bereitet, könnt Ihr mir dann auch Euren Bericht als PDF zukommen lassen?

    Herzlichen Dank

    Marcus

    1. Hallo Marcus,

      das PDF ist jetzt online und kann auf der Startseite des Reiseberichts heruntergeladen werden.

      Grüße, Jens

  3. Das ist ein ganz toller Bericht,sehr detailliert.wir haben in 2012 die Tour durch Norwegen geplant und werden uns weitgehend an eurer Tour orientieren.
    könnt ihr mir auch eine PDF zukommen lassen. danke

    1. Hallo Karl-Robert, das PDF ist gerade in Arbeit. Mal sehen, wie weit ich heute komme. Wir würden uns freuen, wenn ihr uns nach eurer Tour 2012 erzählt, wie euch die Route gefallen hat.

      Grüße, Dana & Jens

    2. Hallo Karl-Robert,

      das PDF ist jetzt online und kann auf der Startseite des Reiseberichts heruntergeladen werden.

      Grüße, Jens

  4. Hallo,

    euer Bericht hat mich ebenfalls begeistert. Ich würde mich auch über eine PDF freuen. Nächstes Jahr haben wir auch vor Richtung Nordkap /Lofoten unterwegs zu sein.

    Schöne Grüße …

    1. Hallo Debbie, ein wenig Zeit brauchen wir noch, dann steht das PDF zum Download bereit.

      Grüße, Dana & Jens

    2. Hallo Debbie,

      das PDF ist jetzt online und kann auf der Startseite des Reiseberichts heruntergeladen werden.

      Grüße, Jens

  5. Hallo,

    Euer Reisebericht ist richtig super.

    Könnt Ihr mir noch verraten, wie es mit der Gasversorgung war, bzw. wieviel Gas Ihr verbraucht habt.

    Viele Grüße

    Willi

    1. Hallo Willi,

      wir hatten zwei 11kg-Flaschen dabei und haben davon 1 1/2 Flaschen verbraucht. Da das Befüllen von ausländischen Gasflaschen in Norwegen verboten ist, hatten wir für den Notfall einen Adapter dabei. Das sogenannte Europa–Entnahme-Set bekommt man im Campingfachhandel. Damit kann man die norwegischen Flaschen anschließen. Die Leih-Flasche sollte idealerweise bei der Abreise wieder zurück gegeben werden, da ich nicht glaube, dass man die in Deutschland wieder los wird.

      Grüße, Jens

  6. Hallo,
    plane gerade Norwegen mit einem Alkoven-Wohnmobil H=3,20m (L=6 m). Ist das im Land und auf den Fähren problematisch? Sollte man ein weniger hohes WoMo dafür länger auswählen?
    Beste Grüße
    Klaus

    1. Hallo Klaus,

      nein, die Höhe war nie ein Problem. Wir waren ja ebenfalls mit einem Alkoven-Womo (auch 3,2m) unterwegs. Auch die Länge spielt eigentlich keine Rolle (außer vielleicht bei der allgemeinen Wendigkeit). Die Gebühren für Fähren und Tunnel werden aber ab 6m deutlicher teurer.

      Grüße Jens

  7. Hallo Jens,

    bevor ich den Reisebericht lese (und lobe), habe ich eine Frage: Wie hast du die Karte von N gestaltet? Ich will 2012 auch da hoch, konnte aber für meinen Reisebericht (den ich anfertigen will) keine so große Karte finden.
    LG Goldi

    1. Hallo Goldi,

      Die Karte ist in mehreren Schritten entstanden. Als wir uns darüber im Klaren waren, welche Orte wir bereisen wollen, haben wir die Strecke mit dem Routenplaner von Google einmal grob mit allen gewünschten Zwischenzielen erstellt. Dabei haben wir zunächst nicht auf die Übernachtungen geachtet. Anschließend haben wir uns unsere beiden Reiseführer geschnappt und die Route manuell an Tipps und Sehenswürdigkeiten angepasst. Schließlich haben wir die Anfangs und Endpunkt der Abschnitte gesetzt und anhand der zur Verfügung stehenden Tage so lang angepasst und verschoben, bis wir in Abhängigkeit von Sehenswürdigkeiten und Streckenverhältnissen ein „gutes Gefühl“ hatten.

      Um dann die Abschnitte auf eine Karte zu bannen, habe ich in einer hohen Auflösungsstufe mehrere Screenshots von unterschiedlichen Ausschnitten der Norwegen-Karte aus Google-Maps gemacht (ohne die Routeninformationen) und diese in einem Grafikprogramm aneinander gefügt. Die Strecken mit den einzelnen Stationen und den Sehenswürdigkeiten habe ich im Grafikprogramm von Hand eingezeichnet – also zum Beispiel einfach mit dem Pinsel die Straßen nachgezogen.

      Man bekommt aber auch schon fertigt CC-lizensierte Karte, wie zum Beispiel die in der englischen Wikipedia:
      http://en.wikipedia.org/wiki/File:Relief_Map_of_Norway.png (1,200 × 1,275 Pixel).

      Grüße Jens

  8. Hallo Jens,
    ein dickes DANKE für die schnelle Antwort und ebenso dickes Lob für den Reisebericht!
    LG Goldi

  9. Hallo Jens,Hallo Dana,

    glückwunsch zur Eurer fantastischen Reise.Es hat sich wundervoll gelesen.Ich fahre jedes Jahr nach Norwegen zum Hochseeangel,aber meistens in den Süden.Obwohl in der Region um Trondheim genauer gesag auf der Insel Froya war ich auch schon mal.Auch war ich schon am Namsenfjord.Danke für die ausführlichen Fährverbindungen und km Angaben,sehr hilfreich.Ich lese sehr viele Reiseberichte im Netz,doch kaum ein Bericht kommt an dem von Euch heran.Einfach sehr gut gemacht,man spürt bei Lesen wie sehr Euch das Land fasziniert hat.
    Da wir auch ein Wohnmobil besitzen aber meisten damit in den Süden(Kroatische Inseln) fahren,ich jedoch auch mal unbedingt zum Nordkap möchte,könnte ich mir gut vorstellen Eure Route dann mal nach zu fahren.Nochmal vielen lieben Dank für diesen super Reisebericht.

    LG Michael

  10. Hallo Jens
    Danke habe den Bericht runtergeladen wird uns sicher unterwgs sehr helfen. Ich freue mich schon auf die Fahrt
    Liebe Grüße aus Ense
    Georg

  11. Hallo Jens,

    vielen lieben Dank nochmal für die PDF! 🙂 Habe sie mir bereits schon heruntergeladen. Ist ganz super für die Planung. Wir fahren Ende Mai hoch nach Norwegen und Schweden. Zwar nicht ganz bis zum Nordkapp, aber immerhin. Nochmal viele Grüße, melde mich dann mit meinem eigenen Bericht wieder zurück.

    Debbie

  12. Ich habe mir den Reisebericht gleich mal ausgedruckt und werde ihn die nächsten Tage lesen. Wir sind ja auch Skandinavien-Fans und solch eine Reise könnte und auch reizen. Die Strecke runter vom Nordkapp bis Oslo haben wir im letzten Jahr gemacht. Hoch sind wir aber über Schweden und Finnland gefahren.
    Gruß
    Yvonne

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