Rom

Da ich mich diese Woche auf einer Konferenz in Rom befinde, habe ich gestern Abend die Gelegenheit genutzt mich mit den anderen Rom-Touristen ins Getümmel zu stürzen – es ist die Woche vor Ostern.

Wie nicht anders zu erwarten, waren die Museen und Sehenswürdigkeiten längst geschlossen. Trotzdem habe ich einen ausgedehnten Bummel durch die Stadt gemacht, und ich muss sagen, Rom hat in der Nacht durch die tolle Beleuchung der meisten alten Bauwerke einen ganz eigenen Reiz. Leider hatte ich nur meine kleine Knipse mit dabei, daher hatte ich mit der Dämmerung und der Dunkelheit dann doch ganz schön zu kämpfen. Trotzdem sind am Ende einige Bilder noch ganz schön geworden.

Festplatte reanimieren

Hallo zusammen,

wir hatten kürzlich das Problem, dass eine externe Festplatte von Seagate den Geist aufgegeben hat. Ob das Netzteil der Festplatte die Platine getötet hat oder umgekehrt lässt sich nicht mehr feststellen. Auf alle Fälle hatte die Platine der Festplatte einen Kurzschluss.

1. nicht gleich wegwerfen:

Wichtig: nicht gleich die Platte wegwerfen und vor allem nicht die Platine in den Müll geben, ihr braucht sie ggf. noch!

Mit einer neuen Platine kann man der Platte unter Umständen ein neues Leben einhauchen. Bevor ihr jetzt sofort eine neue Platine bestellt, bitte kurz inne halten. Es kann sein, dass der Motor der Platte auch etwas abbekommen hat. Das lässt sich im Normalfall recht einfach testen: Platine abschrauben und einmal an den Motor-Kontakten paarweise den Widerstand messen. Ist er bei allen drei möglichen Kombinationen a) relativ klein und b) etwa gleich (in unserem Fall ~2 Ohm), dann ist der Motor mit großer Wahrscheinlichkeit noch intakt. Habt ihr einen Kurzschluss (0 Ohm) oder ist der Widerstand einer Paarung unendlich groß, dann braucht ihr im Prinzip nicht weiter lesen.

2. die erste Entscheidung: wo Ersatz kaufen?

Gehen wir also mal davon aus, dass der Motor noch läuft. Dann solltet ihr versuchen eine Ersatzplatine zu finden. Es gibt im Internet zahlreiche Anbieter, die die Platinen zwischen etwa 30€ und 60€ anbieten. Welchen ihr wählt, hängt vielleicht ein wenig vom Bauchgefühl ab. Die günstigen machen oft durch die Gestaltung der Webseite und vom Herkunftsland (i.d.R. China) schon den Eindruck, als ob man denen nicht unbedingt trauen möchte. Ich habe mich daher für einen Anbieter aus Kanada entschieden, der die Platine für 50 USD angeboten hat.

3. die zweite Entscheidung: alte Platine einschicken?

Jetzt kommt der entscheidende Punkt: wenn ihr eine neue Platine bestellt, hilft die euch erst einmal nicht weiter. Moderne Festplatten-Platinen besitzen ein BIOS, das die ID der Festplatte mit der ID abgleicht, die im BIOS gespeichert ist. Stimmt diese nicht überein, startet nicht einmal der Motor der Festplatte. Außerdem enthält das BIOS Informationen über eine Kalibration der Festplatte sowie Daten über defekte Sektoren. Das BIOS der alten Festplatte muss also an die neue Platine transplantiert werden. Und hier entsteht die zweite Entscheidung: bei den meisten halbwegs seriös erscheinenden Anbietern von Festplatten-Platinen ist ein Austausch des BIOS im Preis mit inbegriffen. Jetzt stellt sich für euch die Frage: wie sehr vertraut ihr einerseits dem Anbieter, dass er das BIOS wirklich vernünftig überträgt und vor allem, ob die Platine auf dem Postweg auch wirklich dort ankommt. Im Gegensatz dazu müsst ihr euch die Frage stellen: wie gut sind eure Löt-Kenntnisse und habt ihr überhaupt das Equipment? Dann könnt ihr entscheiden, ob ihr’s selbst probieren wollt oder das Risiko eingeht die Platine mit dem wichtigen BIOS zu verlieren. Ist die nämlich weg, könnt ihr die Rettung der Daten de facto vergessen.

Ich habe mich daher nach Absprache mit einem Arbeitskollegen, der das nötige Knowhow und Equipment besitzt, für die Variante 1 entschieden: selbst machen.

4. sie Umbauaktion:

Nachdem die Platine angekommen war, haben wir zunächst an der neuen Platine getestet, ob wir das BIOS auf normalem Weg abgelötet bekommen. Das hat nicht funktioniert. Wir haben allerdings eine sehr pragmatische Lösung gefunden, die letztlich zur Rettung der Daten vollkommen ausreichend war: auf der neuen Platine haben wir das BIOS mit einem kleinen Seitenschneider Beinchen für Beinchen abgetrennt. Die Reste der Beinchen haben wir sogar auf der Platine gelassen. Sie störten nicht. Dann haben wir mit einem Dremel das BIOS mit ein wenig Sicherheitsabstand aus der alten Platine herausgeschnitten. Gott sei dank war um das BIOS herum ein wenig Platz ohne weitere Bauteile. Dann haben wir die Beinchen des herausgeschnittenen BIOS paarweise auf einen Kurzschluss überprüft. Hierbei stellte sich heraus, dass die Beinchen #3 und #7 tatsächlich keinen Widerstand hatten. Ein Blick auf die neue Platine ohne BIOS zeigt jedoch, dass die beiden Beinchen unter dem BIOS über eine Leiterbahn verbunden waren. Das musste also so sein. Jetzt wurde an jedes der Beinchen des alten, herausgesägten BIOS ein Lackdraht angelötet und mit dem Pad auf der neuen Platine verbunden.

Fertig.

Das ganze sieht abenteuerlich aus (siehe Bilder) hat aber hervorragend funktioniert. So konnten die Daten von den Platte dann doch noch gerettet werden.

Jens

Frohes neues Jahr 2016

Hallo zusammen,

ja ich weiß, der Januar ist jetzt schon ein paar Tage alt – aber immerhin noch einstellig. Ich musste mich allerdings erst ein Weilchen mit den Möglichkeiten vertraut machen, wie ich aus einzelnen Bildern ein halbwegs sehenswertes Zeitraffer-Video erstellen kann. Nach diversen Versuchen ist das unten aufgeführte Video entstanden. Viel Spaß damit…

Jens

Ein Zeitraffer von Silvester 2015/16. Der Musik-Titel "The Light Between Us" stammt mit freundlicher Genehmigung von Scott Holmes (http://freemusicarchive.org/music/Scott_Holmes/).

A time lapse video from New Year's Eve 2015/16. The music "The Light Between Us" comes by courtesy of Scott Holmes (http://freemusicarchive.org/music/Scott_Holmes/).

Weihnachten

„Wenn es Sternschnuppen regnet und Wünsche vom Himmel fallen,
wenn kalte Nächte von warmen Lichtern erhellt werden,
wenn Erwachsene sich wieder wie kleine Kinder fühlen und Hektik
und Stress von Liebe und Vorfreude überdeckt werden,
dann ist es höchste Zeit zu sagen: Frohe Weihnachten!“

(Carina Jürgensmeyer)

Wir wünschen euch ein schönes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr,

Sarah, Dana & Jens

Bahn macht mobil bei Arbeit, Sport und Spiel … oder so

Auwei … die Bahn ist einfach unfassbar.

Ich will nächste Woche zu einer Vortragsreihe nach Bonn. Dazu habe ich mir zeitig ein Ticket gekauft und ausnahmsweise mal die Benachrichtigung bei Fahrplanänderungen aktiviert. Gestern Abend trudelte dann eine Mail von der Bahn ein:

Wegen des Stellwerkbrandes in Mühlheim vor 3 Wochen wird der EC7, mit dem ich nächste Woche eigentlich nach Bonn fahren wollte, jetzt umgeleitet und fährt Dortmund nicht mehr an.

Na toll. Da ich ein Sparticket gekauft habe darf ich nicht einfach einen anderen Zug nehmen. Also hab ich die Hotline angerufen und erst einmal 8 Minuten in der Warteschleife gehangen.

Als dann das Gespräch am anderen Ende endlich angenommen wurde erklärte ich der Dame, dass es um ein bereits gekauftes Ticket geht und dass ich eine Benachrichtigung über einen Fahrplanwechsel bekommen habe. Zudem gab ich der Dame in der Hoffnung einer einfacheren Handhabe meine Buchungsnummer. Ein Trugschluss…

Sie: „Moment, da muss ich einen Datenabgleich machen.“

Prompt wurde ich für 2 Minuten mit Dudelmusik abgespeist.

Sie wieder dran: „Ja, ich sehe sie wollen mit dem EC7 Dortmund nach Bonn fahren. Was ist jetzt ihr Anliegen?“

Ich: „Der EC7 fährt Dortmund nicht mehr an.“

Sie: „Moment ich gucke … ah … oh … hmm, ich kann die Daten zum EC7 nur bis 2. November sehen“

Ich: „im Internet steht aber, dass der EC7 am 5. November Dortmund nicht anfährt.“

Sie: „Moment, dann gucke ich auch mal eben im Internet.“

Während ich mir noch dachte: ‚Was bitte? Die haben im Internet aktuellere Daten als in deren interner Software?‘ … machte es klick und ich hörte wieder Dudelmusik. 3 Minuten!!! In der Zeit hätte ich ihr die URL 3x buchstabiert.

Sie wieder dran: „Ja, Sie haben recht. Sie könnten aber um 7:54 ab Gelsenkirchen oder um 8:10 ab Düsseldorf einst…“

Ich unterbreche sie leicht ungehalten: „Ja, das weiß ich. Ich habe die Fahrtinformationen vor Augen. Und wie soll ich Ihrer Meinung nach nach Gelsenkirchen kommen?“

Sie: „Sie könnten einen anderen Zug nehmen.“

Aha, wir kommen der Sache näher!

Ich also „… ja, genau deswegen rufe ich an. Ich würde gerne wie vom aktuellen Fahrplan vorgeschlagen den ICE 103 von Dortmund nach Köln nehmen und dort in den EC7 umsteigen.“

Sie: „Ja dann müssen Sie aber das Ticket ‚gültig‘ schreiben lassen.“

‚Äh was?‘ … dachte ich mir, ‚Gültig schreiben lassen? Was heißt das jetzt? Meint Sie evtl. ungültig? Also vielleicht stornieren?‘

Ich also: „Was heißt das?“

Sie: „Ja, Sie müssen das Ticket gültig schreiben lassen, (… Pause …) am Bahnhof.“

So langsam dämmerte es mir, dass ich mir vom Personal am Bahnhof eine Freigabe für die Fahrt im ICE 103 holen muss. Ich frage also noch einmal nach und bekomme eine entsprechende Bestätigung.

Fazit: 8 Minuten Warteschleife + 10 Minuten Telefonat inkl. 5 Minuten Dudelei für nichts. Gott sei Dank gilt für die Hotline ein Festpreis.

Dortmund 2015 – Refugees Welcome

Refugees Welcome

Ich weiß ehrlich gesagt gerade nicht so recht wo ich anfangen soll. Vielleicht einfach damit, dass ich im Moment sehr stolz bin ein Dortmunder zu sein. Alles begann Samstag vor einer Woche. Am Nachmittag bzw. frühen Abend kamen die ersten Meldungen, dass sich Züge voll mit Flüchtlingen in Richtung Dortmund bewegen. Was dann passierte lässt sich kaum mit Worten beschreiben. Hunderte Dortmunder, aber auch viele aus der näheren Umgebung machten sich auf den Weg in die Innenstadt. Teilweise vollgepackt mit Lebensmitteln, Getränken, Kleidung und Hygiene-Artikeln. Es war der Beginn einer beispiellosen Hilfsaktion die im Wesentlichen von den unzähligen Helfern und Spendern getragen wurde.

Doch von alledem bekam ich am Samstag noch nichts mit …

Als ich mich am Sonntag Morgen wieder an meinen Rechner setzte – eigentlich um zu arbeiten – erfuhr ich über Twitter was sich in der vergangenen Nacht am Hauptbahnhof in Dortmund ereignet hatte. Man sah Bilder von unzähligen Tüten in denen jeweils Getränke und eine Kleinigkeit zu Essen portioniert waren. Während die Feuerwehr noch grübelte wie die ganzen Hilfsgüter aus dem Bahnhof geschafft werden können, bildete sich eine lange Menschenkette, welche die Tüten in die von der Feuerwehr bereitgestellten Container verfrachtete. So konnten die Hilfsgüter ins Dietrich-Keuning-Haus gebracht werden, das von nun an den Flüchtlingen vor der NRW-weiten Verteilung in die Erstaufnahmezentren etwas zu Essen, ein wenig Ruhe und die Möglichkeit sich mit den nötigsten Dingen einzudecken bot.

Leider wurde die Hilfsaktion auch von Nazis gestört und es kam kurzweilig zu kleineren Ausschreitungen. Warum die Polizei allerdings entgegen der Warnung der Bundespolizei entschied die Nazis unter Einsatz von Hunden und Pfefferspray mitten durch den mit Helfern vollbesetzten Bahnhof zur S-Bahn zu geleiten, können bis heute wohl die wenigsten nachvollziehen. Abgesehen von diesem Zwischenfall gab es die Nacht über nur Positives zu berichten.

Die Helfer der Nacht waren vielfach vom Bahnhof direkt ins Dietrich-Keuning-Haus gewechselt. So wurde ich über das Hashtag #trainofhopedo auf die ehrenamtlichen Helfer im Dietrich-Keuning-Haus aufmerksam, die gerade per Twitter einen Spendenaufruf zu Kinderkleidung und -unterwäsche sowie Hygieneartikel für Kinder abgesetzt hatten. „Wir haben doch so viele Klamotten im Schrank, die unserer Tochter nicht mehr passen“, dachte ich mir. Und so begannen Dana und ich die Sachen zu sortieren, packten noch Windel-Pakete und Feuchttücher oben drauf und machten uns voll bepackt auf den Weg zum Dietrich-Keuning-Haus.

Was wir sahen und erlebten, diese enthusiastische Teilhabe, jeder packte einfach irgendwo mit an – und sei es nur als Teil einer Menschen-Kette um die Verpflegung-Pakete möglichst schnell aus dem Container der Feuerwehr wieder ins Dietrich-Keuning-Haus zu schaffen, war einfach grandios. Menschen über Menschen, meist ganze Familien kamen und lieferten Klamotten, Lebensmittel und Hygiene-Artikel ab. Ständig wurde der Bedarf über Twitter aktualisiert. Das Helfer-Team hatte zudem eine Liste mit benötigten Artikeln am Rossmann im Bahnhof deponiert. Hier konnten Spendern einkaufen gehen und die Sachen vor Ort liegen lassen. Diese wurden dann alle halbe Stunde von den Helfern im Dietrich-Keuning-Haus abgeholt. Es funktionierte einfach – gelegentlich ein bisschen chaotisch, aber immer unaufgeregt und ohne Hektik. Das trieb mir mehr als einmal fast die Tränen in die Augen.

Dana musste mit Sarah wieder nach Hause – der Hunger machte sich bemerkbar. Ich blieb noch ein wenig und half wo Hände gebraucht wurden. Gegen Mittag kehrte ein wenig Ruhe ein, der vollbesetzte Zug von 11 Uhr war auf die Busse zu den Erstaufnahmeeinrichtungen verteilte. Also machte ich mich auch auf den Heimweg. Kurz etwas essen, um dann gegen 16 Uhr für den nächsten Zug wieder zu helfen. Als wir dann aber wieder am Dietrich-Keuning-Haus eintrafen, konnten wir schon nicht mehr helfen. Es waren einfach zu viele Helfer. D.h. wir fuhren unverrichteter Dinge wieder nach Hause – aber mit einem Lächeln auf den Lippen: so toll ist Dortmund!

In der darauf folgenden Woche blieb die Hilfe unverändert. Im Gegenteil: die große Welle der Hilfsbereitschaft stellte Organisationen wie das DRK oder den MHD vor ungewohnte Herausforderungen, denn die Listen mit registrierten Helfern und Helferinnen wurden immer länger. Mittlerweile mussten die Hilfsorganisationen sogar über die sozialen Medien ihr Bedauern ausdrücken, denn viele der eingetragenen Helfer werden wohl vorerst nicht zum Einsatz kommen.

Jens

Noch ein Nachtrag zum Garten

Hallo zusammen,

das Foto ist jetzt zwar schon ein paar Tage alt, aber der Garten ist so gut wie fertig. Nur die Steine des Weges müssen noch verfugt werden. Aber das muss jetzt warten, bis ich Urlaub hab.

Der Garten ist fast fertig. Nur die Fugen im Pflaster fehlen noch.
Der Garten ist fast fertig. Nur die Fugen im Pflaster fehlen noch.

Land in Sicht

Am Wochenende haben wir trotz Nieselregen den Weg fertigstellen können. Und ja …, es sind „ein paar“ Steine übrig geblieben.

Auch der Sandkasten inkl. Fundament sind fertig geworden. Jetzt fehlt nur wie so oft noch der ganze Kleinkram: das Kabel zum Gartenhaus muss noch unter die Erde, die Fugen im Pflaster müssen gefüllt werden, dem Sandkasten fehlt noch der Sand und der Boden muss noch final angeglichen werden, bevor die Aussaht des Rasens beginnt. Aber es wird…

Dana & Jens

Der neue Garten - Land in Sicht