Dortmund 2015 – Refugees Welcome

Refugees Welcome

Ich weiß ehrlich gesagt gerade nicht so recht wo ich anfangen soll. Vielleicht einfach damit, dass ich im Moment sehr stolz bin ein Dortmunder zu sein. Alles begann Samstag vor einer Woche. Am Nachmittag bzw. frühen Abend kamen die ersten Meldungen, dass sich Züge voll mit Flüchtlingen in Richtung Dortmund bewegen. Was dann passierte lässt sich kaum mit Worten beschreiben. Hunderte Dortmunder, aber auch viele aus der näheren Umgebung machten sich auf den Weg in die Innenstadt. Teilweise vollgepackt mit Lebensmitteln, Getränken, Kleidung und Hygiene-Artikeln. Es war der Beginn einer beispiellosen Hilfsaktion die im Wesentlichen von den unzähligen Helfern und Spendern getragen wurde.

Doch von alledem bekam ich am Samstag noch nichts mit …

Als ich mich am Sonntag Morgen wieder an meinen Rechner setzte – eigentlich um zu arbeiten – erfuhr ich über Twitter was sich in der vergangenen Nacht am Hauptbahnhof in Dortmund ereignet hatte. Man sah Bilder von unzähligen Tüten in denen jeweils Getränke und eine Kleinigkeit zu Essen portioniert waren. Während die Feuerwehr noch grübelte wie die ganzen Hilfsgüter aus dem Bahnhof geschafft werden können, bildete sich eine lange Menschenkette, welche die Tüten in die von der Feuerwehr bereitgestellten Container verfrachtete. So konnten die Hilfsgüter ins Dietrich-Keuning-Haus gebracht werden, das von nun an den Flüchtlingen vor der NRW-weiten Verteilung in die Erstaufnahmezentren etwas zu Essen, ein wenig Ruhe und die Möglichkeit sich mit den nötigsten Dingen einzudecken bot.

Leider wurde die Hilfsaktion auch von Nazis gestört und es kam kurzweilig zu kleineren Ausschreitungen. Warum die Polizei allerdings entgegen der Warnung der Bundespolizei entschied die Nazis unter Einsatz von Hunden und Pfefferspray mitten durch den mit Helfern vollbesetzten Bahnhof zur S-Bahn zu geleiten, können bis heute wohl die wenigsten nachvollziehen. Abgesehen von diesem Zwischenfall gab es die Nacht über nur Positives zu berichten.

Die Helfer der Nacht waren vielfach vom Bahnhof direkt ins Dietrich-Keuning-Haus gewechselt. So wurde ich über das Hashtag #trainofhopedo auf die ehrenamtlichen Helfer im Dietrich-Keuning-Haus aufmerksam, die gerade per Twitter einen Spendenaufruf zu Kinderkleidung und -unterwäsche sowie Hygieneartikel für Kinder abgesetzt hatten. „Wir haben doch so viele Klamotten im Schrank, die unserer Tochter nicht mehr passen“, dachte ich mir. Und so begannen Dana und ich die Sachen zu sortieren, packten noch Windel-Pakete und Feuchttücher oben drauf und machten uns voll bepackt auf den Weg zum Dietrich-Keuning-Haus.

Was wir sahen und erlebten, diese enthusiastische Teilhabe, jeder packte einfach irgendwo mit an – und sei es nur als Teil einer Menschen-Kette um die Verpflegung-Pakete möglichst schnell aus dem Container der Feuerwehr wieder ins Dietrich-Keuning-Haus zu schaffen, war einfach grandios. Menschen über Menschen, meist ganze Familien kamen und lieferten Klamotten, Lebensmittel und Hygiene-Artikel ab. Ständig wurde der Bedarf über Twitter aktualisiert. Das Helfer-Team hatte zudem eine Liste mit benötigten Artikeln am Rossmann im Bahnhof deponiert. Hier konnten Spendern einkaufen gehen und die Sachen vor Ort liegen lassen. Diese wurden dann alle halbe Stunde von den Helfern im Dietrich-Keuning-Haus abgeholt. Es funktionierte einfach – gelegentlich ein bisschen chaotisch, aber immer unaufgeregt und ohne Hektik. Das trieb mir mehr als einmal fast die Tränen in die Augen.

Dana musste mit Sarah wieder nach Hause – der Hunger machte sich bemerkbar. Ich blieb noch ein wenig und half wo Hände gebraucht wurden. Gegen Mittag kehrte ein wenig Ruhe ein, der vollbesetzte Zug von 11 Uhr war auf die Busse zu den Erstaufnahmeeinrichtungen verteilte. Also machte ich mich auch auf den Heimweg. Kurz etwas essen, um dann gegen 16 Uhr für den nächsten Zug wieder zu helfen. Als wir dann aber wieder am Dietrich-Keuning-Haus eintrafen, konnten wir schon nicht mehr helfen. Es waren einfach zu viele Helfer. D.h. wir fuhren unverrichteter Dinge wieder nach Hause – aber mit einem Lächeln auf den Lippen: so toll ist Dortmund!

In der darauf folgenden Woche blieb die Hilfe unverändert. Im Gegenteil: die große Welle der Hilfsbereitschaft stellte Organisationen wie das DRK oder den MHD vor ungewohnte Herausforderungen, denn die Listen mit registrierten Helfern und Helferinnen wurden immer länger. Mittlerweile mussten die Hilfsorganisationen sogar über die sozialen Medien ihr Bedauern ausdrücken, denn viele der eingetragenen Helfer werden wohl vorerst nicht zum Einsatz kommen.

Jens

Land in Sicht

Am Wochenende haben wir trotz Nieselregen den Weg fertigstellen können. Und ja …, es sind „ein paar“ Steine übrig geblieben.

Auch der Sandkasten inkl. Fundament sind fertig geworden. Jetzt fehlt nur wie so oft noch der ganze Kleinkram: das Kabel zum Gartenhaus muss noch unter die Erde, die Fugen im Pflaster müssen gefüllt werden, dem Sandkasten fehlt noch der Sand und der Boden muss noch final angeglichen werden, bevor die Aussaht des Rasens beginnt. Aber es wird…

Dana & Jens

Der neue Garten - Land in Sicht

Der größte Spielplatz der Welt

Die Schaukel und der Sandkasten liegen schon im Schuppen. Doch noch muss sich Sarah ein wenig gedulden, denn der Garten wird gerade eine klein wenig umgestaltet. Aber wenn wir mal ehrlich sind – kann es einen schöneren Spielplatz geben als diesen …? Wir sind auf aller Fälle schon sehr gespannt, ob der Garten so gelingt, wie wir ihn uns vorstellen.

Dana & Jens

Die Neugestaltung des Gartens nimmt langsam Form an.
Die Neugestaltung des Gartens nimmt langsam Form an.

Partielle Sonnenfinsternis – 20. März 2015

Gestern (Freitag, den 20. März 2015) konnte jederfrau und jedermann in Mitteleurope etwa zwischen 9 Uhr und 12 Uhr eine partielle Sonnenfinsternis beobachten – zumindest theoretisch.

Mithilfe von CalSky konnte ich mir für die FernUni in Hagen die Eckdaten genau ausrechnen lassen:

  • Beginn: 9:31:02 Uhr
  • Maximum: 10:38:50 Uhr
  • Ende: 11:50:01
  • Maximale Abdeckung: 77.83%
  • Maximale Größe: 81.60%

Da ich eigentlich ein Timelapse-Video von der Sonnenfinsternis erstellen wollte, musste ich mir noch ein paar Zusatzinformationen zusammensammeln. Das Video sollte im Idealfall 30 Sekunden lang werden. Mit 25 Bildern/s sind das immerhin 750 Fotos. Da stellte sich mir als erstes die Frage: hält mein inzwischen in die Jahre gekommener Akku noch so lange durch. In der Betriebsanleitung meiner Kamera wurden jedenfalls für einen neuen und voll geladenen Akku nur 1100 Bilder veranschlagt. Also habe ich mir gestern Abend die Kamera geschnappt, habe das Display, den Bild-Stabilisator und den Autofokus deaktiviert und habe die Kamera dann alle 2 Sekunden ein Foto schießen lassen. Eigentlich dachte ich, dass der Akku eine normale Filmlänge + Werbung nicht übersteht – falsch gedacht. Als ich nach über 2 Stunden wieder ins Büro kam, blinkte zwar die Akku-Anzeige, die Kamera knipste aber fröhlich jenseits der 4000 Bilder weiter. Check!!!

Die zweite Frage, die sich dann stellte: wie viel Zeit vergeht eigentlich, bis sich die Sonne einmal durch das Blickfeld der Kamera bei 85mm Brennweite bewegt hat? 85mm Brennweite entsprechen bei einem APS-C-Sensor etwa 18° in der Bilddiagonale. Mithilfe einer weiteren Webseite konnte ich den Verlauf der Sonne minutengenau für Hagen bestimmen. Mit einem Interval von +/- 30 Minuten zur größten Überdeckung um 10:39 Uhr ergab sich ein Winkelunterschied von etwa 17° im Azimut und von etwa 6° in der Höhe. Das würde also passen und das Video würde immerhin 1 Stunde der Sonnenfinsternis abdecken. Check!!!

Jetzt musste nur noch das Wetter mitspielen – und das tat es entgegen aller Wettervorhersagen leider nicht. In Hagen hielt sich der Hochnebel so hartnäckig, dass man den großen Teil der Zeit ohne Sonnenbrille die Sonne gerade so erahnen konnte.

Trotzdem hatte ich die Hoffnung, dass sich der Himmel wenigstens gelegentlich etwas aufklärt und so wenigstens vereinzelt ein paar gute Aufnahmen entstehen. Ich stellte also den Timer zwischen 10 Uhr und 11 Uhr auf alle 5 Sekunden ein. Dabei musste ich allerdings ständig in die Belichtung korrigieren. Bei ISO 100 und Blende 16 variierten die Belichtungszeiten zwischen 2 Sekunden und 1/8000 Sekunde.

Hier folgen jetzt mal ein paar ausgewählte Fotos (bitte klicken):

Zusätzlich habe ich noch versucht die einzelnen Bilder bezüglich der Helligkeit so anzupassen, dass man nicht gleich einen epilleptischen Anfall bekommt. Schön ist anders, aber die Wolken haben es mir leider sehr schwer gemacht:

Wegen schreiendem Baby angepöbelt werden …

Wir sind schon eine feine Gesellschaft! Eine Gesellschaft in der man offenbar nicht mit einem 4 Monate alten Kind in ein Café gehen kann. Eine Gesellschaft der es zuwider ist, dass ein Kind auch mal unruhig sein kann und schreit. Eine Gesellschaft in der man als Rabeneltern bezeichnet wird, weil man das Kind vielleicht in dem Moment nicht beruhigt bekommt.

Kurz: eine Gesellschaft, die Kinder offenbar laut und lästig findet.

So ging es uns leider am letzten Wochenende in einem Café in Werningerode. Ein paar Herren gesetzten Alters meinten doch tatsächlich uns anpöbeln zu müssen, weil wir unsere Tochter Sarah nicht beruhigen konnten. Als mir das zu bunt wurde habe ich mir unsere Tochter geschnappt und bin raus. In dem Moment wusste ich mir nicht besser zu helfen. Aber eigentlich war es die falsche Reaktion. Wahrscheinlich hätte ich mich besser mit unserer Tochter einfach an den anderen Tisch setzen sollen – aber dazu fehlte mir der Scheid. Mein Schwager ist sogar laut geworden nachdem ich das Café verlassen hatte. Gebracht hat es nichts, außer einer Stinkwut…

Jens

Wandbild

Hallo zusammen,

wir haben endlich unser Wandbild im Kinderzimmer vollendet. Dank der Vorlage und der tatkräfigen Unterstützung meiner Schwester konnten wir unserem kleinen Sonnenschein passend zum Teppich eine kleine Blumenwiese mit ganz viel Krabbelzeug an die Wand zaubern. Ich finde das Ergebnis super gelungen.

Danke dir Silke,
Jens

Wandbild mit Blumenwiese
Wandbild mit Blumenwiese