Tag 21: Ringebu bis Oslo

Tag 21: Ringebu - Oslo
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Heute ist der letzte vollständige Tag vor der Rückreise. Die Strecke von Ringebu nach Oslo ist kurz — gerade mal 270km. Landschaftlich gibt es jetzt nicht mehr viel zu sehen. Das Hauptziel des Tages ist die von Ringebu gerade 60km entfernte Olympia-Stadt Lillehammer (Winterspiele 1994). Unser erster Anlaufpunkt ist das Museum der Olympischen Spiele. Wir verbringen hier sehr viel Zeit, da die Spiele von der Antike bis heute sehr schön aufgearbeitet sind.

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Bei der Eröffnungsfeier zu den 17. olympischen Winterspielen in Lillehammer im Jahre 1994 wurde ein überdimensionales Ei mit der Weltkarte auf der Außenhaut eingesetzt, aus dem sich eine mechanische Taube erhob. Dieses Ei befindet sich ebenfalls im Museum.

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Im Anschluss laufen wir in den Ort und suchen dort das Automobil-Museum.

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Im Museum stehen echt einige tolle Autos und diverse Kuriositäten. Ich wusste zum Beispiel bislang nicht, dass es auch in Nowegen mal einen Automobil-Hersteller gegeben hat.

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Es gab tatsächlich mal die Automarke „Troll“ (wie kreativ!). Sie hatte ein dickes rotes T im Emblem und brachte etwas seltsame Kreationen ans Tageslicht. Es gab zum Beispiel einen schmalen Zweisitzer für die schmalen Straßen in Norwegen, bei dem die beiden Insassen aus Platzgründen hintereinander saßen, oder ein Auto, bei dem die vorderen Räder durch Kufen ersetzt werden konnten. Sogar ein originalgetreuer Nachbau vom Benz Patent-Motorwagen, dem ersten von Carl Benz erbauten Automobil mit Verbrennungsmotor, fehlt nicht.

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Da das Automobil-Museum in der Nähe der Fußgängerzone liegt, machen wir noch einen kleinen Stadtbummel. Lillehammer ist echt ein nettes Städtchen. Der Ort ist nebenbei mit Vespa-Rollern aus ganz Europa vollgestopft — wir sind natürlich genau während der Vespa World Days 2011 in Lillehammer.

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Da sind schon echt einige schicke alte Roller dabei. Ich habe allerdings so meine Probleme mir vorzustellen, dass ich auf einer Vespa von Spanien oder Italien — und es waren gar nicht wenige Teilnehmer aus diesen Ländern — bis nach Norwegen fahren könnte. Das ist wohl eher etwas für Geduldige. Wobei mir in diesem Zusammenhang wieder der Vergleich einfällt, dass die Strecke von Oslo bis Rom kürzer ist, als die Strecke von Oslo zum Nordkap.

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Als krönenden Abschluss in Lillehammer klettern wir nach unserem Stadtbummel noch auf die beiden olympischen Skisprungschanzen (Lysgårdsbakken). Wenn man so oben auf der Großschanze steht, kann man sich kaum vorstellen, dass es Leute gibt, die da hinunterfahren. Die Anlage wurde speziell für die Olympischen Winterspiele 1994 errichtet und für die Eröffnungs- und Abschlussfeier der Spiele genutzt.

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Auf dem weiteren Weg nach Oslo kommen wir noch durch Hamar. Dort steht die Ruine der im 11. Jahrhundert erbauten und im 16. Jahrhundert bis auf die Grundmauern niedergebrannten Domkirche. Diese befindet sich vollständig unter einer großen Glaskuppel und wird wieder für Gottesdienste und Konzerte genutzt.

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Die letzte Nacht in Norwegen verbringen wir nicht auf dem miserablen Bogstad-Campingplatz, sondern auf einem Parkplatz des Tryvann Skicenters (N 59° 58.878 / E 10° 40.106), auf dem wir bis zu 48 Stunden mit dem Wohnmobil stehen dürfen. Der Parkplatz liegt unweit des Holmenkollen und wir haben einen tollen Ausblick über Oslo und den Oslo-Fjord.

Der Tag in Fakten:

Distanz: 64 km (Ringebu-Lillehammer)
209 km (Lillehammer-Oslo)
Schnitt: 48 km/h
47 km/h
Anzahl der Fähren: 0
Ziel-Campingplatz: Parkplatz des Tryvann Skicenters (N 59° 58.878 / E 10° 40.106)
Lage: Schöner Ausblick, unglaublich ruhig und man kann am Abend noch im Wald ein wenig spazieren gehen: (++)

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