Deutsche Telekom – eine Odyssee in 15 Akten

Dies ist der zweite Teil unserer Erlebnisreise in das Reich der Deutschen Telekom. Wer den ersten Teil noch nicht gelesen hat, sollte mit „Deutsche Telekom – eine (typische?) Odyssee in (bisher) 11 Akten“ beginnen.

Zusammenfassung der ersten 11 Akte

Dana und ich haben versucht die folgenden 3 Schritte über die Telekom abwickeln zu lassen:

  1. Meinen Vertrag kündigen
  2. Danas Vertrag von Brombach nach Dortmund umziehen
  3. Die Rufnummer vom Alice-Vertrag auf den Telekomvertrag übertragen

Die ersten 11 Akte führten in einem Chaos zwischen Wut und Verzweiflung nach 3 Monaten dazu, dass Schritt 1 und Schritt 2 in der oben genannten Liste erledigt waren. Es fehlte noch die Rufnummer…

Akt 12

Mitte März entschieden wir uns noch einmal bei der Telekom vorbeizuschauen. Dazu wandten wir uns pflichtbewusst an unseren Telekom-Shop des Vertrauens in Dortmund. Dort erklärten wir der Dame am Tresen erstmal was bisher geschehen war. Ich glaube ab der Hälfte schaltete ihre Aufnahmefähigkeit ab.

Als wir dann erklärten, dass nur noch die Rufnummer von Alice über mein Kundenkonto auf das Kundenkonto von Dana und damit auf den aktuellen Vertrag übernommen werden sollte, kam nur noch die Reaktion: „Das geht nicht!“.

„Wie das geht nicht?“

Wir hatten selbstverständlich den Antrag auf Rufnummernübernahme vom Dezember 2009 dabei und zeigten diesen der Dame: „Ihr Kollege hat gesagt, das ist kein Problem!“

„Öhm, ich glaube das geht nicht. Tut mir leid?“

„Sie glauben oder Sie wissen?“

„Ich glaube…“

„Wären Sie so freundlich einmal nachzuhaken?“

Mit einem Gesichtsausdruck ’na gut, wenn’s sein muss‘ vertiefte sich die Dame in Telefongespräche. Das Ergebnis war, dass unser Vorhaben dann doch funktioniert, dass das bei den Kollegen zur Wiedervorlage läge (das hab ich doch schon irgendwann mal gehört?!?) und dass wir uns noch zwei Wochen gedulden mögen.

OK… machen wir.

Akt 13

Nach drei Wochen entschied ich nochmal bei der Hotline anzurufen. Es war nach 18 Uhr und die Dame erreichte bei der Hotline für den Umzug von Verträgen niemanden mehr. Daher gab Sie mir eine 0800er-Rufnummer über die ich während der Geschäftszeiten nochmals nachhaken sollte. Wie sich später herausstellte handelte es sich um eine interne Rufnummer. Immerhin ersparte mir der Besitz dieser Nummer die freundlichen Gespräche mit dem Sprachcomputer.

Akt 14

In den folgenden Tagen debattierte ich zahlreiche Male mit Hotlinern darüber, dass die Rufnummer noch nicht portiert worden sei. Irgendwann sagte mir dann eine Dame, dass das daran läge, weil Alice die Rufnummer noch nicht freigegeben hätte.

Just zwei Tage zuvor hatte ich allerdings bei der Durchsicht der Alice-Rechnungen entdeckt, dass mir die Rufnummernportierung bereits einen Monat zuvor in Rechnung gestellt worden war. Also musste da doch schon was passiert sein. Die Dame bat mich daraufhin das alles noch einmal schriftlich zusammenzufassen und die Alice Rechnung, quasi als Beweis, mit anzuhängen.

Ich tat wie mir geheißen und schrieb eine lange und ausführliche Mail, hängte die Rechnung an und wartete auf die Dinge die da kommen.

Akt 15

Nach weiteren anderthalb Wochen bekam Dana an einem Samstag dann Post von der Telekom…

„Herzlich Willkommen bei der Telekom …“

Angehängt war ein nicht ausgefüllter Antrag auf Rufnummernübernahme. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie ich mich in dem Moment gefühlt habe.

Also rief ich Montag in der Mittagspause erneut bei der Telekom an. Der Mitarbeiter war der erste, dem auffiel, dass ich eine direkte Durchwahl hatte. Es war auch der erste Mitarbeiter, bei dem ich das Gefühl hatte, dass er auf Anhieb verstand was ich vorhatte.

Er schaute in seinem Rechner nach, ärgerte sich, dass niemand etwas dokumentiert hatte und stellte abschließend resignierend fest, dass ihm Dokumente fehlen, der Umzug allerding eigentlich längst hätte stattfinden können und dass die Rufnummer bereits seit einem Monat auf meinem Telekom-Konto verbucht sei …

Ach ne?!?

Er bat mich um meine Handy-Nummer, da er mit den Mitarbeitern der Rufnummernportierung telefonieren und mich dann zurückrufen wollte. In dem Moment dachte ich mir schon, dass er eh nicht zurückruft, wie die anderen 5 vor ihm auch schon nicht.

Aber ich sollte eines Besseren belehrt werden. Etwa eine Stunde später klingelte mein Handy. Er teilte mir mit, dass die Rufnummer in zwei Tagen umgeschaltet werden könne und vergewisserte sich nochmal, dass die bisherige Rufnummer ersetzt werde sollte.

Daraufhin kam ich ein wenig mit ihm ins Gespräch und erzählte ihm auch, dass bisher niemand zurückgerufen hätte. Er verstand das nicht und konnte mir nur beipflichten, dass ich durchaus Recht hätte stinksauer zu sein.

Das Ende vom Lied ist, dass wir tatsächlich nach zwei weiteren Tagen, also am gestrigen Mittwoch, endlich die alte, neue Rufnummer geschaltet bekamen. Dem einen Techniker, der das Problem bei uns zu Hause so schnell gelöst hat und dem Techniker an der Hotline für den Vertragsumzug einen ganz herzlichen Dank.

Allen anderen… und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

Jens

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