Das Jammertal bezwungen!

Gestern, war ich mal wieder zum Geocachen unterwegs. Und da habe ich mir einen Geocache vorgenommen, an dem wir beim ersten Versuch gescheitert sind. Dass man einen Cache mal nicht finden kann ist ja durchaus möglich. Aber dieser Nicht-Fund lies mir keine Ruhe mehr. Es handelt sich bei diesem Cache um den Jammertal-Cache (GCVP0V – Link hier…), einen sogenannten Multi-Cache, bei dem über insgesamt 10 Stationen und eine Gesamtstrecke von 6,5km die Koordinaten des finalen Caches gefunden werden müssen. Beim ersten Versuch den Cache zu heben, war bereits an Station 2 Ende. Wir konnten das Rätsel nicht lösen. Und genau das hat mir seitdem zu knacken gegeben. Damals haben wir Kyrill die Schuld daran gegeben, da wir kurz nach dem Sturm versucht haben den Cache zu finden. Aber wie sich herausstellte, hätten wir auch damals schon Station 2 finden können.

Also habe ich gestern einen neuen Anlauf gewagt. Gegen 11:30Uhr war ich auf dem Parkplatz des Hotels Jammertal mitten in der Hohen Mark. Guten Mutes lief ich nochmal zur Station 1. Schnell notiert und weiter zu Station 2. Immerhin konnte man diesmal die direkte Verbindung zu Station 2 laufen. Das war damals nicht möglich. An Station 2 war mein guter Mut allerdings schnell verflogen. Ich hab gesucht und gesucht und gesucht und nichts gefunden. Irgendwann hatte ich eine Idee und lief zu den berechneten Koordinaten. An den exakten Koordinaten fand ich eine Stelle vor, die Ideal zum Verstecken eines kleinen Zwischencaches geeignet war. Zudem konnte man deutlich erkennen, dass hier zahlreiche Versuche einer, wie sich herausstellen sollte erfolglosen Suche stattgefunden hatten. Dort habe ich dann gut eine Stunde gesucht, gesucht, gesucht und nichts gefunden. Das ungute Gefühl im Bauch, dass ich an Station 2 doch falsch gelegen habe, bin ich zu den jeweils zwei benachbarten Werten gelaufen. Dort musste ich frustrierender Weise feststellen, dass es auch an diesen 4 möglichen Punkten ideale Verstecke für einen Cache gab und an jeder dieser Stellen Trampelpfade von vergeblichen Suchen zu finden waren. Daher habe ich gar nicht mehr viel Zeit damit verbracht hier weiter zu suchen. Ich musste mir einfach sicher sein. Also bin ich zurück zu Station 2.

An Station 2 hatte ich mich kaum umgedreht und begonnen erneut nach möglichen Lösungen zu suchen, da fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Man kann ein Mensch blind sein…

An Station 3 begrüßte mich dann eine andere Cacher-Gruppe mit den freundlichen Worten: „Guck mal, da läuft noch einer mit einem Handy durch den Wald!“. Gott sei Dank hat mich die Gruppe dann allein gelassen, dass ich mich bei der Suche ganz für mich allein blamieren konnte. Aber die Lösung war schnell gefunden.

An Station 4 habe ich die Gruppe wieder getroffen, die allerdings offensichtlich kleinere Probleme mit dieser Station hatte. Ich hoffe ihr seit trotzdem ans Ziel gekommen. Ich konnte Station 4 auf alle Fälle schnell lösen.

An Station 5 musste ich dann eine kleine Unterbrechung einlegen. Es war 14:20 Uhr und ich war um 15 Uhr mit Anke und Hubert zu einem Stück Kuchen verabredet. Also bin ich von hier aus zurück zum Hotel Jammertal. Mein Navi zeigte mir bei der Ankunft, dass ich bereits 7,5km der 6,5km zurück gelegt hatte – und ich hatte gerade erste die Hälft geschafft.

Die Stärkung mit Kirsch-Käse-Kuchen und ein paar leckere Tassen Kaffee taten aber richtig gut. Wärend dessen erzählte ich den beiden von meiner Beschäftigung und fragte sie, ob sie den Rest mit mir zusammen machen wollten. Die beiden sagten sofort zu und so waren wir um 16 Uhr wieder am Hotel Jammertal. Jetzt mussten wir natürlich zuerst wieder zu Station 5 laufen. Dort angekommen war die Aufgabe eine Zahl zu finden, die zweimal vorhanden war. Damit sollte man dann einige mathematische Berechnungen anstellen um die nächsten Koordinaten zu bestimmen. Wir fanden exakt ein Nummern-Pärchen und waren uns eigentlich Sicher die richtige Zahl gefunden zu haben. Allerdings machte uns stutzig, dass das Ergebnis eine total krumme Zahl und ohne Taschenrechner nicht zu ermitteln war. Daher beschlossen wir den genauen, den abgerundeten und den aufgerundeten Wert in genau dieser Reihenfolge zu besuchen. Am ersten Punkt waren wir uns eigentlich sicher, dass wir falsch liegen. Das galt beim zweiten und dritten Punkt aber auch. Also was sollten wir machen? Das große Problem war, dass das Ergebnis von Station 5 nicht nur für Station 6, sondern auch für Station 7 und Station 10 benötigt wurde. Beim Studieren der Log-Einträge fanden wir einen Hinweis, dass wir Station 9 mit ein bisschen Kombinieren auch so finden können. Auf dem Weg dahin stellten wir zudem fest, dass man auch die Station 8 – sollten wir mit Station 9 richtig liegen – vielleicht, evtl. und mit einer kleinen Wahrscheinlichkeit bestimmen kann.

Wir fanden Station 9 auf Anhieb. Dort war dann das Glück mal auf unserer Seite, denn wir trafen eine Truppe aus 13 Leuten aus Oer-Erkenschwick. Die konnte uns einen Hinweis geben, was wir an Station 5 falsch gemacht haben. Vielen, vielen Dank noch einmal an das Team „elmo[bjoern]“. So mussten wir Station 8 nicht „raten“, liefen zurück zu Station 5 und holten die Stationen 6, 7 und 8 nach. Das ging dann erstaunlich schnell. Die Station 10 konnten wir dank der Adleraugen von Hubert bereits im Vorbeiflug mitnehmen. Das führte dazu, dass wir das Team „elmo[bjoern]“ am Final wieder eingeholt hatten.

Damit konnten wir noch ein paar Fotos schießen und gemeinsam loggen. Als wir dann endlich wieder am Hotel Jammertal zurück waren, zeigte die Uhr schon kurz nach 20 Uhr. In der zweiten Etappe sind wir sage und schreibe 11,2km gelaufen, dem Irrtum an Station 5 sei Dank. Trotzdem hat es unglaublich viel Spaß gemacht und wir sagen Danke an „dampfjojo“ für diesen herrlichen Multi-Cache.

Anke, Hubert & Jens

jammertal

4 Kommentare

  1. Hallo Jens,
    desswegen habe ich Dir auch nur dieses Foto zugeschickt 😀 Ne ich war etwas faul, ohne Aussortierung von der Kamera in die Gallery geladen 😉
    Hat jedenfalls richtig Spass gemacht. Da kann man sich gerne in Zukunft mal zum Cachen zusammentun.
    Wenn ich das richtig sehe, arbeite ich übrigens ziemlich bei dir in der Nähe … 🙂

    Viele Grüße
    Björn

    1. Hi Björn,

      sag an, du arbeitest auch im Technologie-Park an der TU Dortmund? Die Welt ist klein [:)]. Wo denn? Ich arbeite bei der Firma GETIT. Die sitzt im Hauptgebäude der Technologie-Zentrums (Emil-Figge-Str. 80 / Ecke Joseph-von-Fraunhofer).

      Grüße Jens

  2. Moin Jens,
    ich arbeite als HiWi am Fraunhofer IML, also schräg bei dir gegenüber 🙂
    Bei dem Namen Deiner Firma klingelte es bei mir … ihr habt die Webseite meiner damaligen Schule gemacht (wbg-oe.de).

    Gruß
    Björn

    1. Hihi, stimmt. Allerdings entspricht das nicht unbedingt unserem Kerngeschäft. 😉

      Grüße Jens

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